So, 22. April 2018

Nach Insolvenz

23.01.2018 10:37

Weiter Zittern um Firma SFL

Noch immer keine Entscheidung gibt es über die Zukunft der insolventen Technologiefirma SFL aus Stallhofen: Bei der Abstimmung über den Sanierungsplan vor wenigen Tagen gab es nicht die erforderlichen Mehrheiten der Gläubiger.  Am 8. Februar wird abermals abgestimmt. Bis dahin muss wohl ein verbesserter Sanierungsplan vorliegen.

Im derzeitigen Sanierungsplan bietete die SFL einigen Gläubigern an, 20 Prozent der offenen Schulden bis Ende 2019 zu begleichen, anderen Gläubigern werden 30 Prozent angeboten. Das macht es kompliziert, weil beide Gruppen separat abstimmen mussten - und bei den schlechtergestellten Gläubigern (jene mit 20 Prozent) drei Viertel zustimmen mussten! Das wurde nicht erreicht, da einige Großgläubiger nicht zustimmten, meldete am Dienstag der Kreditschutzverband KSV1870.

Was nun? Laut Georg Ebner vom KSV1870 gibt es realistischerweise zwei Möglichkeiten: Die SFL bzw. der Masseverwalter verhandelt mit den im ersten Sanierungsplan schlechtergestellten Gläubigern nach oder verbessert die Quote für sie gleich auf 30 Prozent, was natürlich in Summe teurer kommt. Dass der Sanierungsplan zur Gänze zurückgezogen wird (und SFL in der bisherigen Form damit wohl am Ende wäre), wird nicht erwartet.

Derzeit beschäftigt die SFL technologies GmbH noch 41 Mitarbeiter. Sollte die Sanierung gelingen, soll der Mitarbeiterstand wieder aufgestockt werden (aktuelle Großaufträge werden über ungarische Tochterfirmen abgewickelt). Die notwendigen finanziellen Mittel sollen vor allem durch den Verkauf der Sparte "ELI" (ein Elektro-Wagen vor allem für Kommunen) erfolgen. 

Jakob Traby
Jakob Traby

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