Unsere Regierung ist mit ihrer Ankündigung, beim Spritpreis einzugreifen, ihrem Ruf als Ankündigungs-Regierung wieder vollständig gerecht geworden. Nach jeglicher Konsensbereitschaft, sich auf einen Preisdeckel (Babler) oder eine Steuersenkung (Stocker) zu einigen, ist man zur salomonischen Lösung gekommen, die täglichen 12-Uhr-Preiserhöhungen an den Tankstellen jetzt nur mehr Montag, Mittwoch und Freitag zuzulassen. Welch großer Wurf. Es ist nicht schwer zu erraten: Die Erhöhungen werden größer und die Senkungen später und geringer ausfallen. Profiteure werden nach wie vor die Ölkonzerne und unser Staat sein.
Günther Nemeskal, Wien
Erschienen am Fr, 13.3.2026
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