Was in der „Krone“ über das sogenannte Zulagenparadies beschrieben wird, ist kein Verwaltungsdetail, sondern ein handfester Skandal. Besonders empörend ist dabei die Rolle freigestellter Lehrer, die trotz Nicht-Unterrichtens Monat für Monat Tausende Euro an Zulagen kassieren. Für Überstunden, Nachtdienste und Gefahren, die sie schlicht nicht leisten bzw. denen sie nicht ausgesetzt sind. Während Lehrer in Klassenzimmern fehlen, Klassen zusammengelegt oder von Aushilfen betreut werden und Eltern sich über Unterrichtsausfall ärgern, fließt das Geld ungebremst an jene, die vom Dienst freigestellt sind. Wer keinen Unterricht hält, keine Klassen führt und keine Verantwortung im Schulalltag trägt, hat für Unterrichtszulagen schlicht keinen Anspruch. Alles andere ist nichts als legalisierte Selbstbedienung. Dass diese Praxis jahrelang geduldet, ja sogar rechtlich „einzementiert“ wurde, zeigt, wie weit sich Politik und Beamtenschaft vom Alltag der arbeitenden Bevölkerung entfernt haben. Ein Lehrer mit 3000 € Grundgehalt, der zusätzlich über 3000 € Zulagen erhält, während ein normaler Arbeitnehmer für jede Überstunde kämpfen muss, lebt nicht mehr im selben Land wie seine Steuerzahler. Noch zynischer wird es, wenn genau diese Berufsgruppe regelmäßig lautstark mehr Geld, kleinere Klassen und bessere Arbeitsbedingungen fordert – finanziert natürlich von jenen, die selbst keine Zulagen für fiktive Leistungen kassieren dürfen. Für den Kassierer, die Pflegekraft oder den Handwerker gibt es kein „Zulagenparadies“, sondern nur steigende Abgaben und leere Versprechen. Wer solche Systeme verteidigt, darf sich nicht wundern, wenn das Vertrauen in Staat und Institutionen weiter schwindet. Dieses Zulagensystem gehört nicht reformiert, sondern abgeschafft und rückwirkend geprüft. Alles andere ist ein Schlag ins Gesicht jedes ehrlichen Steuerzahlers.
Horst Walter Fischer, Krems
Erschienen am So, 25.1.2026
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