Das freie Wort

Menschenverachtender Sparkurs

Jetzt hat die liebe Regierung also eine neue Möglichkeit gefunden, um das Budgetloch zu stopfen. Bis maximal 31. Jänner darf zum Arbeitslosengeld geringfügig dazuverdient werden, also bis zu 551,10 € monatlich. Das Geld vom AMS beträgt monatlich 55% des ehemaligen Nettogehalts. Jeder, der weiß, was der Lebensunterhalt inzwischen jeden Monat verschlingt, kann sich also gut ausrechnen, dass diese Summe quasi zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel sein könnte. Aber unsere Volksvertreter haben naturgemäß keine Vorstellung von der Realität. Deshalb war auch die Möglichkeit, sich während der Suche nach neuer Arbeit oder einer Umschulung, sich nebenbei ein wenig dazuverdienen zu können, schon sehr hilfreich. Diese Entscheidung gegen diese Hilfestellung ist jedoch menschenverachtend! Nicht hinter jedem Arbeitslosen steckt ein Schmarotzer und ganz viele Menschen kommen unschuldig in diese sehr unangenehme Lage. Aber Hauptsache, wir bleiben weiterhin für die EU ein Nettozahler, unterstützen als neutrales Land finanziell die der Korruption nicht abgeneigte Ukraine großzügig in der weiteren Kriegsführung und kommen anscheinend nicht auf die Idee, in Sachen Asylpolitik gravierende Änderungen und Steuergeld sparende Maßnahmen vorzunehmen! Herzlichen Dank, liebe Politiker, für eure Weitsicht und eure Wertschätzung der eigenen Bevölkerung gegenüber.

Alexandra Pühringer, per E-Mail

Erschienen am Di, 6.1.2026

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