Das freie Wort

Wir sollten zu den Besten gehören!

Mit unseren Talenten und der immer noch vorhandenen Leistungsbereitschaft der Österreicher sollten wir zu den Besten gehören. Tun wir aber nicht, wir sind in die Mittelmäßigkeit abgerutscht. Und wenn die österreichische Regierung weitermacht wie bisher, werden wir uns bald im freien Fall befinden. Dann werden die verbliebenen Leistungsträger überlegen, es der Industrie gleichzumachen. Die Regierung hat die Finanzen nicht mehr im Griff, das Defizit ist mit fast 5% vom BIP nicht nur blamabel, sondern auch weit weg von den Maastricht-Kriterien. Wie schlecht Österreich geführt wird, zeigt sich im Vergleich zu 2019, als ein Überschuss von 0,5% erwirtschaftet wurde. Okay, damals waren andere Personen tätig, vielleicht sollten wir überlegen, ob wir damit nicht schon die Ursache unserer Probleme gefunden haben könnten. Der Verweis auf 2019 zeigt, was bei besserem Management möglich wäre. Hätten wir eine Wirtschaftspartei, dann wäre die Misere bereits im Griff. Allein, es gibt eine solche nicht. Damit ist auch klar, wieso das Budget nicht saniert wird und folglich auch die Schulden immer höher werden. Damit taumelt unsere Regierung in das nächste Problem: Die Zinsen werden bis zum Ende der Legislaturperiode von 6,4 Mrd. Euro im Jahr 2024 auf 13,9 Mrd. Euro ansteigen. Erinnerlich ist, wie Stocker mühsam die halbe Milliarde zusammengekratzt hat, um uns Bürgern die Mogelpackung billige Energie zu verkaufen. Gibt es überhaupt nichts Positives zu vermelden? Doch! Die Regierung macht zurzeit nichts falsch! Sie urlaubt drei Wochen. Und wer nicht arbeitet, kann auch nichts falsch machen. Leider ist das ein Trugschluss, ebenso wie die Mär, dass große Probleme nur mit einer großen Anzahl an Regierungsmitgliedern gelöst werden können. Ach, wie grottenschlecht werden wir regiert!

Dr. Erich Gnad, Wien

Erschienen am So, 4.1.2026

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