Das freie Wort

So kann es nicht weitergehen

Jetzt versucht man in der österreichischen Innenpolitik nur noch, mit Schmutzkübelkampagnen an Wählerstimmen zu gelangen. Anstatt die vielen vorhandenen Mängel (Bildungswesen, Gesundheitswesen, Inflation, Arbeitskräftemangel, illegale Migration...) zu bearbeiten, werden zeitgleich zwei U-Ausschüsse durchgeführt. Die politischen Gegner werden sich wieder gegenseitig mit Dreck bewerfen, in der Hoffnung, beim Gegner bleibt mehr Schmutz hängen als bei der eigenen Partei. Ein knappes Jahr vor den nächsten Wahlen gibt es keine Ideen, keine Problemlösungskompetenzen und keine politischen Konzepte. Die österreichische Innenpolitik ist am Tiefpunkt angelangt. Unsere Demokratie wird vor allem durch Korruption, Irrationalität, Tatsachenverdrehung, Hetze, Egoismus und jetzt sogar durch Pietätlosigkeit (Störung der Totenruhe) immer öfter außer Kraft gesetzt. Nachdem ich die katastrophalen politischen Ereignisse und Leistungen der letzten vier Jahre, die zu immer größerer Spaltung in unserer Gesellschaft geführt haben, analysiert habe, bin ich zu folgendem Entschluss gekommen: Ich werde bei den anstehenden Nationalratswahlen 2024 erstmals keiner der drei Parteien, die sich in den U-Ausschüssen bekämpfen, meine Stimme geben, denn der Sumpf, in dem sich diese „Volksvertreter“ befinden, ist mir zu tief, und werde mich auch zum Schutz meiner Psyche nicht über den Verlauf der beiden U-Ausschüsse informieren. Ich bin überzeugt, dass es der ÖVP, SPÖ und FPÖ guttun würde, für ein bis zwei Legislaturperioden nur in der Opposition tätig zu sein, um ihren gegenseitigen Hass abkühlen zu lassen, Köpfe auszutauschen, die von der Bevölkerung nicht mehr gesehen und gehört werden können, um dann vielleicht auch wieder demokratische politische Verantwortung übernehmen zu können. Weiters bin ich überzeugt, dass die Neos (Wirtschaft), KPÖ (Soziales), die Grünen (Klimaschutz) und die Bier-Partei (Jugend und Kultur) fähig sind, auf demokratische Weise Verantwortung für unser Land zu übernehmen. Denn so wie jetzt kann und darf es nicht mehr weitergehen.

Arnold Praschl, per E-Mail

Erschienen am So, 10.12.2023

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