Das freie Wort

Plastikpfand und CO2

Frau Gewessler hat sich in puncto Pfand bei Plastikflaschen sowie Dosen durchgesetzt. Was mich aber noch nicht ganz zufriedenstellt, ist die fehlende Angabe, wer die Kosten dafür trägt. Ich kann mir keinesfalls vorstellen, dass sich die großen Konzerne sowie die Discounter bereit erklären, die Flaschen und Dosen ohne Weiteres kostenlos abzutransportieren, zu reinigen oder zu entsorgen. Zum anderen kommt noch hinzu, wie sich das mit der CO2-Bilanz vereinbaren lässt, wenn man bedenkt, dass eine 1,5- Liter-Flasche Mineralwasser ungefähr 1,6 Kilogramm bei Anlieferung hat, beim Abtransport höchstens 0,1 kg. Das hieße für mich, wir transportieren hier unzählig Luft durch die Gegend und verfälschen so die Umweltberechnungen. Das Pfand hat nur den Sinn, sorgsamer mit der Verpackung umzugehen, da einem das Geld verloren geht. Ob es sich als umweltfreundlich erweist und wer die Kosten dafür trägt, ist ungewiss und sollte ergänzend bekannt gegeben werden. Vielleicht kann man auch bei den Entsorgungszentren solche Automaten zur Rücknahme aufstellen, die haben bisher ja auch alles entsorgt, sofern zurückgegeben.

Christian Frank, Aurolzmünster

Erschienen am Sa, 9.10.2021

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