So, 15. Juli 2018

110 Millionen Euro

28.09.2017 16:06

Steirische Bahnhofs-Offensive startet 2018

Wenn der Semmeringtunnel 2026 in Betrieb geht, dann sollen auch einige Bahnhöfe im Mürztal wie neu glänzen: Kapfenberg, Wartberg und Allerheiligen-Mürzhofen sind Teil eines 110-Millionen-Euro-Pakets für den steirischen Nahverkehr, das am Donnerstag zwischen dem Verkehrsministerium, dem Land Steiermark und den ÖBB fixiert wurde.

Verkehrsminister Jörg Leichtfried und Landesrat Anton Lang unterzeichneten am Donnerstag einen Rahmenvertrag, die Einzelverträge sollen im Frühjahr folgen. Einige Umbauvorhaben beginnen bereits 2018:

Kapfenberg: In Kapfenberg wird das bestehende Bahnhofsgebäude abgetragen und durch einen Neubau ersetzt. Ebenso bis 2020 geplant sind unter anderem zwei neue Bahnsteige und ein Personentunnel. Zusätzlich wird eine Park&Ride-Anlage mit 150 Plätzen errichtet und der Vorplatz samt Bushaltestelle neu gestaltet. Gesamtkosten: 19,5 Millionen Euro.

Fehring: Von 2018 bis 2020 erfolgen auch die Arbeiten beim Bahnhof Fehring. Herzstück sind zwei neue Bahnsteige, zudem wird der Bahnhof barrierefrei gestaltet. Kosten: 8,3 Millionen Euro.

Wartberg: Der größte Brocken ist mit 44,5 Millionen Euro der Bahnhof Wartberg. Geplant sind unter anderem ein Personendurchgang unter der gesamten Gleisanlage, drei Aufzüge, Wartekojen, Überdachungen, für den Straßenverkehr eine Unter- oder Oberführung. Gebaut wird von 2020 bis 2023.

Raaba: In den Jahren 2020 und 2021 werden rund um den Bahnhof Raaba drei Eisenbahnkreuzungen entfernt und durch eine Unterführung der L370 samt Kreisverkehr sowie einer Geh- und Radwergunterführung im Bereich Blumenweg ersetzt. Der Bahnhof selbst wird barrierefrei gestaltet. Kosten: 18,9 Millionen Euro.

Ebenso geplant sind eine neue Haltestelle in Leoben-Lerchenfeld (um 5,6 Millionen Euro bis 2021), eine Modernisierung der Haltestellen Allerheiligen-Mürzhofen und Lödersdorf, eine Überfahrtsbrücke statt einer Eisenbahnkreuzung in Espang, eine Sicherung der Eisenbahnkreuzung in Trautenfels mit Schranken sowie steiermarkweit 480 neue Park&-Ride-Plätze für Autos und 430 Plätze für Zweiräder.

Am Donnerstag gab Minister Leichtfried zudem ein "klares Bekenntnis" für die Radkersburger Bahn ab - viele befürchten ja ihr Aus mit Ende 2018. Auch andere Regionalbahnstrecken wie die steirische Ostbahn und die Thermenbahn sollen gestärkt werden.

Jakob Traby, Kronen Zeitung

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