Mo, 25. Juni 2018

Freiheitsstrafen

06.09.2017 12:03

Schächtungen in Ilz: "Sehe keine Spur der Reue"

Wie aktuell das Thema Schächten ist, zeigt, dass es am Dienstag am Straflandesgericht Graz zu drei Verurteilungen kam. Nicht "nur" zu Geldbußen, sondern zu abschreckenden Haftstrafen! Ein in Ghana geborenes Trio schächtete im Juni zwei Ziegen in Ilz.

"Ich sehe keine Spur der Reue, vielmehr Mitleid mit sich selbst, hier sitzen zu müssen." Richterin Eva Cesnik nahm den Mann und die beiden Frauen, die ein Geständnis ablegten, in die Pflicht. Auch die Aussage, dass das Schächten ohne Betäubung in Ghana normal sei, ließ sie nicht gelten. "Sie alle leben lange genug in Österreich, es herrscht Erkundigungspflicht."

Bedingte Freiheitsstrafen ausgesprochen
Während die Frauen, die die beiden Tiere (ein drittes entkam) an den Hinterläufen hielten, angaben, dass sie die Ziegen nur wegen des Verzehrs gekauft haben, so gab der Mann zu, dass er eine rituelle Schächtung vornahm. Neben fehlender Betäubung und fehlendem Fachpersonal kam erschwerend hinzu, dass ein unscharfes Küchenmesser verwendet wurde. Das nicht rechtskräftige Urteil: bedingte Freiheitsstrafen zwischen vier und sechs Monaten.

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