Di, 13. November 2018

Nußdorf-Debant

14.10.2016 09:14

TBC-Alarm an Tiroler Schule: 13-Jähriger erkrankt

Helle Aufregung an der Neuen Mittelschule Nußdorf-Debant in Osttirol: In der vergangenen Woche wurde bei einem 13 Jahre alten Schüler aus Somalia die Infektionskrankheit Tuberkulose (TBC) diagnostiziert. Die Behörde ist um Beruhigung bemüht: Die Ansteckungsgefahr sei gering. Eine Mutter, die anonym bleiben will, erhebt Vorwürfe.

Die Beunruhigung unter vielen Schülern, Eltern und auch Lehrern soll enorm sein. Nachdem die "Krone" vom TBC- Fall in Osttirol erfuhr, kam bereits am Donnerstagnachmittag die Bestätigung vonseiten des Landes. "Vergangene Woche ging bei der Behörde die Meldung über eine TBC- Erkrankung eines männlichen Flüchtlingskindes ein, das die Neue Mittelschule Nußdorf- Debant besucht", erklärt Landessanitätsdirektor Franz Katzgraber.

Die betroffenen Eltern der Klasse sowie die Lehrer seien Anfang dieser Woche persönlich darüber informiert worden. "Seitens der Behörden wurden die entsprechenden Untersuchungen wie Lungenröntgen und Blutabnahmen organisiert", betont Katzgraber und fügt hinzu: "Hierbei handelt es sich um eine reine Sicherheitsmaßnahme, um so bestmöglich weitere Krankheitsfälle ausschließen zu können."

"Ansteckung ist eher unwahrscheinlich"

Besteht akute Gefahr? "Eine Ansteckung ist eher unwahrscheinlich, gesicherte Aufschlüsse darüber werden aber erst die Untersuchungsergebnisse bringen", so der Landessanitätsdirektor.

Das Flüchtlingskind wird derzeit im Landeskrankenhaus Villach in Kärnten stationär versorgt. "Der Zustand des Patienten ist aktuell zufriedenstellend, der Heilungsverlauf ist positiv", erklärt der behandelnde Arzt Robert Birnbacher im Gespräch mit der "Krone".

Besorgte Mutter übt Kritik

Harsche Kritik übt hingegen eine besorgte Mutter - sie behauptet, dass die Eltern von Behördenvertretern aufgefordert wurden, den TBC- Fall zu vertuschen. Es sollen sogar Drohungen ausgesprochen worden sein.

Diesen Vorwurf wies die Behörde aufs Schärfste zurück. "Es gab keinerlei Einschüchterung. Im Gegenteil, es wurde informiert und aufgezeigt, welche Schritte im Interesse der Sicherheit aller Beteiligten gesetzt werden."

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