Sa, 25. Mai 2019
02.01.2016 11:03

Empörung in den USA

Streit um Gebetspause eskaliert: 190 Kündigungen

In den USA sind kürzlich strenggläubige Muslime in den Streik getreten, weil ihnen von ihrem Arbeitgeber nicht genug Zeit zum Beten eingeräumt wurde. Die Arbeitsniederlegung verschärfte den Konflikt allerdings nur - alle 190 muslimischen Angestellten wurden gekündigt. Nun herrscht große Empörung wegen des Vorgehens der Firma.

Wie die "Denver Post" am Samstag berichtete, durften die Arbeitnehmer nicht ausreichend oft Gebetspausen einlegen. Daher traten sie kollektiv in den Streik. Der Arbeitgeber, ein Agrarkonzern, sprach daraufhin eine Warnung aus: Wer länger als drei Tage fehle, dem werde gekündigt.

Dass das kein leeres Versprechen bleiben sollte, zeigte sich bald: Nur einen Tag vor Weihnachten erhielten alle 190 Mitarbeiter die Kündigung. Jaylani Hussein vom Council on American-Islamic Relations, einer Organisation die mehr als 100 der betroffenen Arbeiter vertritt, reagierte empört. Zugleich erklärte er allerdings, dass es für die Betroffenen noch schlimmer sei, nicht beten zu dürfen, als ihren Job zu verlieren.

Konzern wehrt sich gegen Vorwürfe
Der Agrarkonzern wehrte sich gegen die Vorwürfe der Angestellten und erklärte, dass die Mitarbeiter sogar einen eigenen Raum hätten, den sie zum Beten nutzen können. "Zu keiner Zeit haben wir Menschen am Gebet gehindert", wird eine Sprecherin des Konzerns von der "Denver Post" zitiert. Ergänzt wurde allerdings, dass es aufgrund der Produktionsabläufe nicht toleriert werden konnte, dass die Mitarbeiter in einer großen Gruppe gemeinsam zum Gebet gehen.

Nun sind Vermittlungsgespräche am Laufen, ein erster Runder Tisch scheiterte allerdings bereits.

Vorschrift im Islam: Fünf Mal am Tag beten
Übrigens: Das rituelle Gebet ist im Islam die oberste Pflicht, es hat fünf Mal am Tag stattzufinden - und zwar zur Morgendämmerung, zu Mittag, amNachmittag, bei Sonnenuntergang und amAbend. Die Gebete sind nicht fest an einen bestimmten Zeitpunkt gebunden, sondern müssen nur innerhalb eines bestimmten Zeitraumes stattfinden. Das Gebet am Freitag ist das wichtigste der gesamten Woche und soll nach Möglichkeit gemeinschaftlich abgehalten werden.

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