24.03.2015 15:36 |

Angst in Innsbruck

Brandstifter zündet reihenweise Container an

Es gibt keine Zweifel: Einer oder mehrere Zündler sind dafür verantwortlich, dass seit dem Wochenende in Innsbruck insgesamt fünf Müllcontainer bzw. -kübel in Flammen aufgingen. Zum Teil wurde dabei auch das Übergreifen der Flammen auf angrenzende Häuser in Kauf genommen. Intensive Ermittlungen laufen.

Die Serie begann am vergangenen Samstag um 2.15 Uhr in der Kajetan-Sweth-Straße im Olympischen Dorf: Ein Altpapier-Container stand lichterloh in Brand, die Flammen erfassten auch ein angrenzendes Haus. Dichter Qualm drang durch ein geborstenes Fenster ins Stiegenhaus ein. Bei den Löscharbeiten erlitt ein Berufsfeuerwehrmann (36) einen Schlüsselbeinbruch und Verbrennungen, als er einige Meter abstürzte. Fast zeitgleich konnte eine Funkstreife der Polizei gleich in der Nähe einen weiteren Brand eines Containers mit einem Feuerlöscher eindämmen. Schon diese beiden Fälle ließen den dringenden Verdacht auf Brandstiftung aufkommen.

Nach zwei ruhigen Nächten wieder Alarm

Nach zwei ruhigen Nächten gab es in den Morgenstunden des Montags bereits die nächsten Alarmierungen: Gegen 2.30 Uhr geriet in der Reichenauerstraße ein Müllcontainer in Brand und wurde völlig zerstört. Nur knapp eine Stunde später, gegen 3.20 Uhr, wurden auch Anwohner in Pradl aufgeschreckt: Sowohl in der Kravoglstraße als auch in der Türingstraße brannten jeweils Altpapiercontainer. "Die Tatorte liegen nur einige Hundert Meter auseinander", sagt Herbert Kahler vom Stadtpolizeikommando. In der Türingstraße loderten die Flammen in einem Hausdurchlass – im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich! Für Brandermittler Markus Hammerl vom Landeskriminalamt steht fest, dass ein Brandstifter am Werk ist. Er schränkt aber ein: "Ob wirklich alle Fälle zusammenhängen, ist natürlich nicht sicher."

Täter nimmt Gefährdung von Häusern in Kauf

Durch die Vorgangsweise nahmen es die Täter teils in Kauf, dass auch Gebäude von den Flammen erfasst werden (was in der Kajetan-Sweth-Straße ja tatsächlich passierte). Die Polizei ersucht jetzt dringend um Zeugenhinweise. Wer sah rund um die genannten Zeiten in den betroffenen Straßen etwas Verdächtiges? Meldungen bitte telefonisch unter 0 59 133/75-33 33.

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