29.01.2015 09:28 |

Als Mühlenmanager

329.000 Euro pro Jahr für Ex-Minister Josef Pröll

Seit 2011 ist Josef Pröll, Ex-Vizekanzler und ehemaliger ÖVP-Finanzminister, der seinerzeit den Hypo-Rückkauf von den Bayern durchzog, Vorstandschef des Mischkonzerns Leipnik-Lunenburger (LLI). Dort gelandet ist er keinesfalls zufällig: LLI gehört zu 50,05 Prozent der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien. Und Prölls Gehalt kann sich sehen lassen: Insgesamt 989.000 Euro im Jahr bekommt der dreiköpfige Vorstand überwiesen - und das, obwohl der Konzern wirtschaftlich angeschlagen ist.

Ein Minus von 124,2 Millionen Euro wies die LLI-Bilanz für das Geschäftsjahr 2013/2014 aus. Um den Konzern aus den roten Zahlen zu hieven, löste man daher 144 Millionen Euro Rücklagen auf. All das geschah unter der Führung von Vorstandschef Josef Pröll, der seit seinem Polit-Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen im März 2011 in der Privatwirtschaft tätig ist.

Trotz der wirtschaftlich angespannten Situation von LLI wurden die Bezüge des dreiköpfigen Vorstands rund um Pröll sogar von 868.000 Euro auf 989.000 Euro erhöht, berichtet das "Wirtschaftsblatt", inklusive 375.000 Euro für variable Vorstandsvergütungen, die aber nicht an die Mitglieder gezahlt wurden.

Topmanager-Gehalt für Ex-Vizekanzler
​Dennoch würden damit für jedes der drei Vorstandsmitglieder Bezüge von etwa 23.547 Euro pro Monat, also 329.658 Euro jährlich, bereitgestellt. Gegenüber der "Krone" bestätigte ein Mitarbeiter Josef Prölls eine Summe in diesem Bereich, wollte aber keine konkreten Zahlen nennen. Auch betonte er, dass die Erhöhung der Vorstandsbezüge nicht ausbezahlt werde.

Zum Vergleich: Als Vizekanzler verdiente Josef Pröll "nur" 17.952 Euro pro Monat. Und es darf durchaus davon ausgegangen werden, dass er als nunmehriger Chef des LLI-Vorstands ein höheres Gehalt bezieht als die anderen zwei Mitglieder...

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