650.000 Liter Wasser waren am Wochenende Teil eines Spektakels der Extraklasse. Beim traditionsreichen Eisspeedway-Rennen in St. Johann kamen Tausende Zuschauer voll auf ihre Kosten. Die Witterung lässt aber keine sichere Prognose für die Zukunft zu.
Der Eisspeedway-Sport hat in St. Johann eine besondere Tradition. Seit dem Jahr 1965 gibt es im Pongauer Ort einen Verein. Auch WM-Rennen sind hier bereits über die Bühne gegangen. Schließlich liegt rund um den Sportplatz die schnellste Eisbahn der Welt. Geschwindigkeiten bis zu 105 km/h erreichen die Athleten bei der Einfahrt in die Kurve. „Wenn du das einmal siehst, lässt es dich nicht mehr los“, berichtet Helmut Lercher. Der gebürtige St. Veiter war jahrelang Obmann des Vereins und beim Renn-Event am Wochenende wieder Teil des Organisationsteams.
Mindestens zweistellige Minusgrade sind notwendig
Der 50-Jährige freut sich mit seinen Kollegen über ein gelungenes Spektakel. Das lag auch daran, dass die Witterung heuer mitspielte. „Mitte Jänner war es sehr kalt“, sagt der 50-Jährige und meint damit Temperaturen von mindestens minus zehn Grad Celsius. Ohne die geht es nämlich nicht. „Sonst brauchen wir damit gar nicht anzufangen“, nickt er.
650.000 Liter Wasser wurden für fast 30 Zentimeter dicke Eisschicht verwendet. Schnellster des Abends war Lokalmatador Franky Zorn, der in St. Johann einst in jungen Jahren begonnen hatte. Der Saalfeldener gewann vor Lukas Hutla (Tschechien) und dem Deutschen Johann Weber. „Franky war lupenrein unterwegs“, zieht auch Lercher den Hut.
„Mehr Leute, als wir gedacht haben“
Die Zuschauer waren begeistert. Rund 4500 Menschen – darunter auch viel Stammpublikum aus Salzburg, dem bayrischen Raum und den angrenzenden Bundesländern – sahen den Assen zu. „Es waren mehr, als wir gedacht haben“, sagt Lercher. „Aber es zeigt: Die Leute sind hungrig nach Eisspeedway.“ Ob dieser Hunger auch 2027 gestillt werden kann, ist von den Temperaturen im Vorfeld abhängig. Begeisterung für den Eisspeedway-Sport wäre in jedem Fall genügend vorhanden.
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