Freude im Stift Zwettl: Eine Sammlung getrockneter Pflanzen ist nun kürzlich wieder heimgekehrt.
Eine Rückkehr der besonderen Art in das Stift Zwettl gab es im Dezember: Ein Herbarium – eine Sammlung getrockneter Pflanzen – wurde in mehr als 40 Holzkassetten auf Papierblättern montiert – vom Bundesgymnasium Zwettl an das Stift – den ursprünglichen Eigentümer – zurückgegeben.
Vermutlich nach Ende des Zweiten Weltkriegs hatte das Stift dem Gymnasium das Herbarium als Unterrichtsmittel zur Verfügung gestellt. Stiftsarchivar Andreas Gamerith weiß derzeit noch nicht, wer für diese Sammlung einst im Stift Zwettl verantwortlich zeichnete.
Sicher ist, dass sie Ende des 19. Jahrhunderts entstanden ist und zum Unterschied des ebenfalls im Archiv des Stiftes enthaltenen Biedermeier-Herbarium nicht nur örtliche Pflanzen beinhaltet. „Die Sammlung ist sehr systematisch und hat einen hohen individuellen Wert, weil sie Teil der Kulturgeschichte ist“, erklärt Gamerith.
Verschwunden in den 1960er-Jahren
Anders als in anderen Klöstern ist im Stift Zwettl während des Zweiten Weltkriegs nicht viel verloren gegangen. Dafür sind bis zu den 1960er-Jahren dann einige Dinge verschwunden, die nun langsam wieder heimkehren. So wurde im vergangenen Jahr vom Museum Krems eine ursprünglich im Stift Zwettl beheimatete Goldhaubensammlung retourniert, das Gymnasium Zwettl hat auch bereits eine Mineralien-Sammlung zurückgegeben.
Englischer Garten wird revitalisiert
Im kommenden Jahr gibt es ein besonderes Jubiläum, das Stift feiert 888 Jahre Bestand. Aus diesem Anlass könnte sich Andreas Gamerith vorstellen, auch einige der besonderen Exponate der Stifts-Sammlungen zu zeigen. Im Rahmen eines Interreg-Projektes unter dem Namen „Cistercapes“ soll die bedeutende Landschaftsgestaltung der Zisterzienser gezeigt werden und auch der Englische Garten des Stiftes Zwettl revitalisiert werden. Dieser wird für die Besucher sogar kostenlos zu besichtigen sein.
Hannes Ramharter
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