Schafe heiß begehrt

Tierische Rasenmäher bei Photovoltaik-Anlagen

Steiermark
29.08.2025 11:00

Der steirische Landwirt Helmut Harb vermietet Schafe an Photovoltaik-Besitzer und hat damit ein echtes Erfolgsmodell ins Leben gerufen.

Photovoltaikanlagen prägen auch in der Steiermark zusehends das Landschaftsbild. Doch wer kümmert sich eigentlich um die Pflege der Grünflächen zwischen und unter den energieerzeugenden Flächen? In Gosdorf bei Mureck sind es Schafe. Sie gehören Landwirt Helmut Harb aus Grabersdorf. Er besitzt 250 Tiere – und er vermietet sie. Die Wien Energie, der die 2,5 Hektar große Photovoltaikanlage in Gosdorf gehört, ist einer seiner vielen Kunden. „Anfangs hab ich fünf Tiere nur für die Obstflächen gehalten. Dann wollten Nachbarn wissen, ob man die Schafe auch für deren Flächenpflege mieten kann. Ich hielt das für eine gute Idee und habe so einen neuen Geschäftszweig erschließen können.“

Helmut Harb hat mittlerweile sogar aus dem Ausland Anfragen für seine Schafe.
Helmut Harb hat mittlerweile sogar aus dem Ausland Anfragen für seine Schafe.(Bild: Philipp Braunegger)

Und der trägt jetzt reife Früchte. Richard und Daniel Harb-Kirchsteiger unterstützen Landwirt Harb bei der Digitalisierung und Vermarktung, das tierische Unternehmen läuft unter dem Namen „Schafpower“.

Schafe haben viele Vorteile
Harb erklärt die Vorteile, die eine Flächenpflege durch Schafe bringt: „Die Tiere sorgen für eine geräuscharme Pflege. Weiters gibt es eine geringe Bodenverdichtung, weil die Schafe sehr leichtfüßige Tiere sind und den Boden schonen. Und gedüngt wird auch ganz natürlich und ohne künstliche, chemische Zusätze.“ Dem Landwirt, der auf die Schafrassen Jura und Dorper setzt, sind schon Anfragen aus Niederösterreich und dem Ausland ins Haus geflattert. „Dafür hab ich aber nicht genug Schafe.“

Die Lösung: „Die Interessenten können Vertragspartner des Schafpower-Netzwerkes werden und dann mit anderen Schafen ihre Flächen besetzen.“ Auch die Wolle der Schafe findet reißenden Absatz bei Besitzern von Hochbeeten, da diese ein idealer Wasserspeicher ist.

Philipp Braunegger „Steirerkrone“

Porträt von Steirerkrone
Steirerkrone
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