Für die geplante Umfahrungsstraße B 233 bei Zwölfaxing hat sich das Land bereits fast alle Flächen gesichert. Ein Landwirt legt sich aber quer.
Mehr als 12.000 Fahrzeuge durchqueren täglich Zwölfaxing und das zur Gemeinde Himberg gehörende Pellendorf im Bezirk Bruck an der Leitha. Kein Wunder, dass vor allem die Zentrumsbewohner seit Jahren eine Entlastung fordern.
Hohe Priorität
Mit der B 233 ist diese längst geplant, sie hat auch eine hohe Umsetzungspriorität im Landesmobilitätskonzept. Bereits in den Jahren 2012 bis 2017 ist die Umweltverträglichkeitsprüfung für die Umfahrungsstraße erfolgt. „Die Genehmigungsbehörde und auch alle damit befassten Höchstgerichte haben dabei festgestellt, dass ein umweltverträgliches Projekt im öffentlichen Interesse vorliegt“, heißt es aus der zuständigen Stelle im Land.
Ein guter Preis für jenen Bauern, der sofort Geld braucht, aber ein schlechter Preis für jenen, der Betrieb und Beruf als Existenzgrundlage erhalten will.
Der betroffene Landwirt
Mittlerweile befindet sich das Projekt in der Phase der Grundeinlöse. „Mit 98 Prozent konnte bereits eine Einigung erzielt werden“, betont man. Doch vor allem ein Landwirt legt sich quer. Die B 233 würde nämlich ein rund 1,3 Hektar großes Feld aus seinem Besitz herausschneiden. „Das Land bietet mit 21 Euro pro m² einen guten Preis für jenen Bauern, der kurz- oder langfristig weichen will oder sofort Geld braucht, aber einen schlechten Preis für jenen, der Betrieb und Beruf als Existenzgrundlage erhalten will“, betont er.
Flächentausch vorgeschlagen
Denn um diesen Preis würde es in dieser Gegend keinen gleichwertigen Ersatz geben. Der Mann hätte sogar eine Lösung: „Ich hatte im Rahmen eines Flurbereinigungsverfahrens einen Flächentausch vorgeschlagen, bei dem ich eine direkt anschließende Ersatzfläche erhalten würde. Sie wurde im Zuge der Trassenplanung auch als nicht für die Trasse benötigt beschrieben.“
„Leider noch keine Einigung“
Doch damit ist er abgeblitzt. „Laut Gesetz sind nur finanzielle Zahlungen vorgesehen“, verweist man beim Land auf viele Gespräche mit dem Betroffenen, dessen Einwände auch im Genehmigungsverfahren transparent behandelt worden seien: „Wir hätten auch seine Zufahrtssituation nochmals optimiert, konnten aber leider noch keine Einigung mit ihm erzielen.“
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