So, 22. Juli 2018

Einfach lästig

10.12.2013 14:36

Richtig putzen und lüften: Weg mit all dem Staub!

In der Heizperiode macht sich ein lästiges Haushaltsproblem besonders unangenehm bemerkbar: Staub, Staub und nochmals Staub. Eben erst gesaugt und gewischt, schon sammelt er sich wieder in allen Ritzen, Ecken und Fugen. Der Kampf gegen den Hausstaub zählt sicherlich zu den mühsamsten und langwierigsten Haushaltsaufgaben. Einige Tipps für ein staubfreieres Leben.

Er gehört zum Alltag dazu wie die tägliche Luft: Staub ist zu jeder Jahreszeit unvermeidbar. Besonders unangenehm bemerkbar macht er sich jedoch meist im Winter, denn die warme Heizungsluft wirbelt den Staub so richtig durch die Wohnräume. Zusätzlich bleibt in vielen Haushalten auch das – richtige! – Stoßlüften oft auf der Strecke.

Woher kommt bloß all der Staub?
Einfach gesagt: Von so gut wie überall. Staub dringt durch geöffnete oder undichte Fenster in die Wohnräume, aber auch im Inneren selbst finden sich zahlreiche Staubquellen. Denn hinter dem so vertraut-harmlos klingenden Wort findet sich so gut wie beinahe alles, was nun wirklich nicht gerade appetitlich ist: Abgestorbene Hautschuppen von Mensch und Tier, verschiedenste Haare, Gesteinskörnchen von der Straße, Pflanzenteilchen, tote sowie lebende Hausstaubmilben und deren Kot, verschiedene Schadstoffe und sogar Viren, Bakterien bis hin zu Schimmelpilzsporen.

In den Wintermonaten tritt dann meist auch noch der sogenannte erhöhte Feinstaub auch im Innenraum dazu. Dieser entsteht im Haushalt ganzjährig durch Alltagstätigkeiten, wie z.B. Kochen, Braten mit Öl, Gewohnheiten wie Rauchen, aber auch durch Computer, Drucker oder Kopierer. In den Wintermonaten kommen zusätzliche Feinstaubquellen dazu, wie z.B. das Abbrennen von Kerzen, Räucherstäbchen, veraltete Holzheizungen, falsche Brennstoffwahl etc...

Weg mit dem Staub – die wichtigsten Regeln
Ohne es zu wissen reagieren mittlerweile ziemlich viele Menschen allergisch auf den Hausstaub bzw. die Hausstaubmilben. Rinnende Nasen, trockenes Hüsteln und geschwollene Augen können Anzeichen für derartige Allergien sein.

Schon aus gesundheitlichen Gründen ist also klar, dass der Staub so konsequent und so regelmäßig wie nur irgend möglich entfernt werden muss. Experten empfehlen – wenn möglich – einmal täglich den Staub zumindest oberflächlich von den wichtigsten Staubsammel-Stellen zu entfernen. Einmal wöchentlich sollte dann dem Staub konsequent und umfassend mit einer gründlichen Reinigung zu Leibe gerückt werden.

Teppich oder Parkett – trocken oder nass wischen?
So weit, so gut. Staub wischen ist doch ganz einfach. Oder doch nicht? Denn über kaum ein anderes Thema wird von den mit Staub-Entfernung beruflich Befassten, von Reinigungs-Profis bis hin zu Gesundheitsexperten, so ausführlich und widersprüchlich diskutiert wie über die wirklich beste Methode, dem Staub möglichst wirkungsvoll zu Leibe zu rücken.

Das beginnt schon mit der Frage, ob Teppich oder bloßer Parkettboden. Denn Teppiche binden zwar Staub aus der Raumluft, allerdings hängt es dann davon ab, wie gründlich der angesammelte Staub aus dem Teppich entfernt werden kann.

Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Staubwischen selbst. Schwören die einen auf feuchtes Wischen, da nur so der Staub auch umfassend aufgenommen werden kann, warnen die anderen eindringlich. Durch feuchtes Wischen werde der Staub lediglich verschmiert, wesentlich besser geeignet seien Mikrofaser- und sonstige Spezialtücher. Am besten also selbst ausprobieren, womit man die saubersten Ergebnisse erzielt.

Pflanzen gegen Staub
Grünpflanzen in den Innenräumen sind nicht nur ein dekoratives Element, sondern bringen neben Stimmung auch eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich. Was Staub betrifft, punkten bestimmte Pflanzen (z.B. Zyperngras) vor allem in den Heizmonaten damit, dass sie beitragen, ein ausgewogenes Raumklima zu schaffen. Die Feuchtigkeit, die sie abgeben, wird in die Raumluft überführt und bei idealer Luftfeuchtigkeit wird mehr Staub an diese Feuchtigkeit gebunden als bei zu trockener Raumluft.

Achtung: Es sollte auf die empfohlene Luftfeuchtigkeit geachtet werden. Bei zu viel Luftfeuchtigkeit kann es zu Schimmelbildung kommen!

Einige Tipps

  • Lüften: Niemals Fenster kippen. Das schadet nicht nur dem Raumluftklima, sondern bringt auch jede Menge zusätzlichen Staub in den Innenraum. Vor allem im Winter, wenn überall gestreut wird. Besser: Regelmäßig Stoß- und Querlüften.
  • Ein Schuss Apfelessig: Beim feuchten Staubwischen soll sich ein kleiner Schuss Apfelessigwasser im Wischwasser besonders bewähren, da Essig allgemein als desinfizierend gilt. Der intensive Essiggeruch verfliegt nach kürzester Zeit.
  • Teppiche: Sollten zweimal in der Woche gründlich gesaugt und regelmäßig professionell gereinigt werden (z.B. Teppichwäscherei).
    Kleine Zwischenräume: Rasierpinsel entfernen den Staub rasch und wirkungsvoll.
  • Spezialbürsten für Heizkörper: Hinter den Heizkörpern sammelt sich oft jede Menge Staub an. Gut entfernen lässt sich der Staub mit speziellen Staubentfernungsbürsten für Heizkörper.
  • Betten: Schon allein aufgrund ihrer Größe ideale Staubfänger. Bettzeug regelmäßig am besten bei offenem Fenster oder auf dem Balkon gründlich ausschütteln (Achtung Nachbarn!). Spezial-Tipps für Hausstaubmilben-Allergiker: An trockenen, kalten Tagen Bettzeug in die kalte Luft legen – Haustaubmilben vertragen Kälte nicht und sterben ab. Für die Matratzen gibt es spezielle Schonbezüge.

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