Die Gründe dafür sind vielfältig und lassen sich nicht immer über Nacht beseitigen. So stimmt es, dass veraltete (und oft überdimensionierte) Heizanlagen teurer kommen als moderne, energiesparende Systeme. Doch nicht jeder hat auch das nötige Geld parat, um – trotz teilweise sehr guter Förderungen – dies auch finanzieren zu können. Und wenn man in Mietwohnungen lebt, ist man in vielen Fällen auf die Investitionsbereitschaft der Vermieter angewiesen.
Ähnliches gilt für den Fenstertausch oder sinnvolle Maßnahmen der thermischen Sanierung, wie z.B. die Dämmung von Dach und Mauerwerk. Daneben gibt es aber eine Reihe von kleineren Maßnahmen, die in Summe große Wirkung zeigen – und die jeder selbst im Griff hat.
Die wichtigste Regel: Bewusst heizen
Kaum vorstellbar, dass man durch den Supermarkt geht und völlig acht- und gedankenlos alles in den Warenkorb wirft, was einem so vor die Augen kommt. Und doch, so die Meinung vieler Heiz- und Energieexperten, gehen wir im Alltag genau so mit dem Thema Heizen um. Ist es kalt in der Stube? Kein Problem. Die Heizung wird auf Hochtouren geschaltet, um möglichst rasch die Wohlfühltemperatur zu erreichen. Zu heiß dann? Kein Problem. Ein wenig die Heizung wieder hinuntergeschaltet und kräftig die Fenster geöffnet. Lüften sollte man ohnedies auch in der kalten Jahreszeit öfters.
Was auf den ersten Blick recht absurd erscheint, ist Alltag in vielen Haushalten. Und im Übrigen ein Problem, das bei Weitem nicht nur auf den Heizbereich beschränkt ist. Auch viele Haushaltsgeräte-Hersteller klagen darüber, dass die neuen, energiesparenden Programme nur wenig bis gar nicht genützt werden.
Die Ursache liegt darin, dass nichts so schwer und langwierig ist, wie eingelernte Verhaltensmuster zu ändern. Der Umgang mit der Heizung erfolgt in vielen Haushalten gewohnheitsmäßig und oft auch nebenbei. Wenn man sich allerdings bewusst macht, dass auch nur ein Grad weniger Heiztemperatur eine Ersparnis bis zu sechs Prozent bringen kann, lohnt sich der Versuch, einen bewussteren Umgang mit der Heizung zu erlernen.
Wärmedieben auf der Spur
Die wenigsten Wohnungen oder Häuser verfügen im Vergleich zu der großen Anzahl unsanierter Bestandsobjekte über neue Fenster und Türen. Undichte Fenster oder Türen verursachen nicht nur ständigen Wärmeverlust im Raum, sondern auch ungesunde Zugluft. Auch das alte Fensterglas hinkt der wärmedämmenden Technologie neuer Scheiben kräftig nach.
Die erhöhten Heizkosten werden übrigens nicht nur durch den tatsächlichen ständigen Verlust durch die undichten Stellen bedingt, sondern auch durch die subjektiv empfundene Raumtemperatur: Bei alten, zugigen Fenstern und Türen verspüren die Bewohner in der Nähe der Scheiben oder Türen immer wieder ein unangenehmes Frösteln – trotz objektiv mehr als ausreichender Wohlfühltemperatur. Dieses Frösteln wird meist durch die konstante Zugluft verursacht und führt in vielen Fällen zu einem automatischen Hinaufdrehen der Heizung.
Tipp: Kerzentest durchführen. Mit einer brennenden Kerze in entsprechendem Abstand (ca. zehn bis 15 Zentimeter) langsam die Fensterrahmen entlanggleiten. Flackert die Kerze, deutet dies auf undichte Rahmen hin. Ganz ohne offenes Feuer geht es mit dem Papiertest: Bei geschlossenem Fenster versuchen, einen dünnen Papierstreifen durchzuziehen. Ist das möglich, sollten die Fenster getauscht, nachgestellt oder neu gedichtet werden.
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