Bullen suchen Konstanz

Zwei Schritte nach vorne und einen zurück

Salzburg
11.03.2025 09:00

Fußball-Vizemeister Salzburg fehlt in der heurigen Saison weiterhin die Konstanz. Beim 1:1 in Altach war nicht nur das Ergebnis, sondern auch der Auftritt enttäuschend. Das Gegentor war für Bullen-Torhüter Alex Schlager gleich doppelt bitter. 

Bereits vor Salzburgs Gastspiel bei Altach schrieb die „Krone“, dass die Bullen in dieser Saison erst einmal drei Liga-Siege in Folge gefeiert haben. Dabei sollte es auch bleiben, denn der Vizemeister kam beim Schlusslicht über ein 1:1 nicht hinaus. Was einmal mehr deutlich unter Beweis stellte, dass heuer die Konstanz in den Leistungen fehlt.

Beim überzeugenden 3:1 gegen Sturm machte das Team von Trainer Thomas Letsch gefühlt zwei Schritte nach vorne. Jetzt ging man aber wieder einen zurück, denn im Ländle war nicht nur das Resultat, sondern auch die Leistung nicht wirklich ansprechend. Trotz einer offensiven Ausrichtung fehlte vorne die Durchschlagskraft, schafften es Adam Daghim und Co. nicht, sich viele klare Chancen zu erspielen. „Der letzte Punch und die letzte Präzision für ein weiteres Tor hat uns dieses Mal gefehlt“, wusste Letsch.

Bullen-Stürmer Karim Onisiwo.
Bullen-Stürmer Karim Onisiwo.(Bild: APA/DIETMAR STIPLOVSEK)

Karim Onisiwo stellte klar: „Wir haben das Spiel lange offen gelassen und dann einen Elfmeter verursacht. Es ist schwierig, das in Worte zu fassen. Wir waren nicht kaltschnäuzig genug und haben daher auch nicht mehr verdient.“ Auch Torschütze Yorbe Vertessen haderte: „Es ist ein dummer Punkteverlust und für uns ein enttäuschendes Ergebnis.“

Vor allem im zweiten Durchgang ging nach vorne bis zum Altacher Ausgleich fast gar nichts. Für Letsch unerklärlich: „Wir müssen auch gegen defensive Gegner Lösungen finden. In den letzten zehn Minuten des Spiels ist es uns ja gelungen. Ich kann nicht sagen, warum es davor nicht so war, aber wir werden das ergründen.“

Salzburg-Torwart Alexander Schlager (links) ärgerte sich über das Gegentor in Altach
Salzburg-Torwart Alexander Schlager (links) ärgerte sich über das Gegentor in Altach(Bild: Bernd Feil)

Nicht nur das Remis insgesamt, sondern auch der Gegentreffer fiel in die Kategorie „Unnötig“. Denn zum einen foulte Aleksa Terzic sehr ungestüm und zum anderen reagierten die Bullen nach dem von Alex Schlager gehaltenen Strafstoß zu langsam. So konnte Torschütze Dietz den Nachschuss ungestört verwerten. „So viele Elfmeter habe ich in meinem Leben noch nicht gehalten“, war es für Schlager doppelt bitter.

Der Pongauer Sandro Ingolitsch musste vorzeitig duschen.
Der Pongauer Sandro Ingolitsch musste vorzeitig duschen.(Bild: GEPA pictures)

Pongauer im Mittelpunkt
Ereignisreich verlief die Begegnung für Altachs Sandro Ingolitsch. Der Pongauer stand gleich mehrmals im Mittelpunkt: Zunächst trug er die Hauptschuld beim Gegentor, dann holte er den Elfer raus und am Ende flog er mit Gelb-Rot vom Platz. „So eine Partie werde ich nicht mehr so oft erleben“, nahm es der Ex-Bulle mit Humor. 

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