12.07.2013 15:56 |

Vorsicht geboten

Tipps für Wohn-Souvenirs aus dem Urlaub

Urlaub – und da will man sich etwas gönnen. Darunter fällt auch der Kauf verschiedenster Souvenirs. Von Tonvasen über seltene Muscheln bis hin zu Teppichen, edlen Stoffen und sogar kleinen Statuen reicht die Liste der Mitbringsel. Zu Hause sollen sie dann entweder noch lange Ferienfeeling verbreiten oder langfristig die eigenen vier Wände verschönern. Doch Vorsicht ist vor allem bei teureren Stücken geboten.

Nicht alles, was in entspannter Urlaubsstimmung vor der malerischen Kulisse von Sonne, Strand und Meer erworben wird, macht dann die Heimkehrer auch tatsächlich glücklich. Im Gegenteil: Viele der kleinen Dinge, wie Vasen, Tassen, Muscheln sowie landestypische Gegenstände, fristen meist schon bald ein ungeliebtes Dasein als Staubfänger, um beim nächsten Ausmisten im besten Fall in der hintersten Schublade oder gar am Sperrmüll zu landen.

Dekorieren mit kleinen "Mitbringseln"
Häufig allerdings zu Unrecht. Denn mit etwas Fantasie kann mit so gut wie jedem Gegenstand eine hübsche Dekoration, zumindest einen Sommer lang, geschaffen werden. Wichtig ist dabei vor allem, so der Tipp einschlägiger Deko-Experten, die richtige Präsentation.

So kann z.B. die - im Licht der Nach-Ferien betrachtete - kitschig bemalte Vase auf einem sonst eher puristisch gehaltenen, einfarbigen Bücherregal einen reizvollen Kontrast erzeugen. Leer oder mit einer einzelnen Sommerblume oder Zweig.

Muscheln, die man mit exotischen Blumen und kleinen Duftkerzen in einer flachen Glasschale mit etwas Sand arrangiert, sorgen auf dem Couch- oder Balkontisch noch lange für schöne Erinnerungen. Das im Alltag unbrauchbare kleine Kaffeeservice aus "leider doch nicht echt"-Silber oder der hohe Teebecher eignen sich häufig sehr gut als ausgefallene Vasen oder als Ablage für Bleistifte und Kugelschreiber.

Tipps: Grundsätzlich empfiehlt es sich, als Mitbringsel in erster Linie Produkte des traditionellen Kleinkunstgewerbes des Landes zu kaufen – und nach Möglichkeit die typischen Touristenshops zu meiden. Bei Muscheln nur einige wenige Stücke, am besten am Urlaubsende, sammeln!

Achtung: Aufpassen heißt es bei Steinen. In einigen Ländern sind das Sammeln ausgefallener Steine sowie die Ausfuhr verboten!

Die Teppichfalle
Der Teppich zählt zu den beliebtesten größeren Wohnanschaffungen bei Urlaubsreisen. In bekannten Teppich-Ländern, wie z.B. der Türkei und Tunesien, stehen bei vielen Reiseveranstaltern Besuche in Fabriken sogar fest am Urlaubsprogramm. Die Aussicht, dabei ein besonders schönes Stück zum Schnäppchenpreis zu ergattern, verleitet Jahr für Jahr Tausende Touristen zu Spontankäufen.

In der Mehrzahl der Fälle, so warnen Konsumentenschutzverbände, ein teurer Spaß - von Schnäppchen keine Spur. Denn kaum ein Laie kann die tatsächliche Qualität eines Teppichs erkennen. Selbst, wenn man sich Vorkenntnisse über die wichtigsten Qualitätskriterien (z.B. geknüpfte Knoten) oder über traditionelle Muster aneignet, schützt dies nicht vor Fehlkäufen. Denn noch so alte und kunstvoll wirkende Muster können mit billigsten Materialien täuschend echt angeboten werden – das bittere Erwachen folgt dann meist nach der ersten Wäsche.

Ganz abgesehen von der Qualität: Ein Teppich sollte stets sehr sorgfältig ausgewählt werden. Er muss mit Wohnstil und –umgebung perfekt harmonieren.

Tipp: Die wahre Qualität, Schönheit und Wirkung eines Teppichs lässt sich nur bei Tageslicht beurteilen – bei künstlicher oder schlechter Beleuchtung (in vielen Basaren!) wirkt so gut wie jeder Teppich edel.

Achtung: Bei Käufen auch an Zollgebühren denken!

Das Seiden-Schnäppchen
Sei es als Polster, Decken, Wanddeko oder einfach nur als Material für spätere Verwendungszwecke – echte Seide ist vor allem bei Urlauben in Thailand, China, aber auch in Indien ein ebenfalls sehr beliebtes Urlaubskaufobjekt. Spekuliert man doch hier auf besondere Schnäppchen.

Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Denn nicht alles, was sich wie Seide anfühlt, ist es auch. Hochwertige Produkte kommen auch in diesen Ländern meist recht teuer. Das Problem liegt jedoch darin, dass sich die gängigen Touristenzentren häufig auf überaus kunstvolle Fälschungen spezialisiert haben, sodass es für europäische Touristen äußerst schwierig ist, Echtes von Falschem zu unterscheiden.

Tipp: Fordern Sie vor dem Kauf eine sogenannte Brenn- oder Feuerzeug-Probe. Dabei wird ein winzig kleiner Schnipsel des Stoffs an einem Feuerzeug bzw. einer Kerze entzündet. Entflammbarkeit, Aussehen der Flamme sowie Brennverhalten geben Aufschluss über den Stoff. Echte Seide brennt mit einer nur schwachen gelblich-weißen Flamme, riecht nach verbranntem Haar, brennt zwar rasch, geht aber auch leicht wieder aus. Zurück bleibt ein bröseliger Ascherückstand.

Verweigert der Händler diese international durchaus bekannte Probe, sollte man die Finger vom Kauf lassen. Wichtig ist auch darauf zu achten, dass die Probe tatsächlich vom ins Auge gefassten Stoff stammt.

Die "garantiert" alte Statue
Für Antiquitäten- und Kunstliebhaber stellen vor allem exotischere Reiseziele, wie Indien, Bali etc., in vielerlei Hinsicht ein begehrtes Ziel dar: Nicht nur Sonne, üppige Vegetation und viele Sehenswürdigkeiten locken, sondern auch der insgeheime Wunsch, eine echte Kostbarkeit in Form von alten Schnitzereien oder kleinen Wandreliefs und Statuen zu ergattern.

Und gar nicht so selten, kommt man dann auch mit Einheimischen ins Gespräch, die über Kontakte zu Verkäufern "garantiert echter", alter Kunstschätze zu relativ erschwinglichen Preisen zu berichten wissen. Die schmückenden Erzählungen dabei sind vielfältig und reichen von Storys vom Großvater, der "Tempeldiener" war, bis hin zu Notverkäufen und vielem mehr.

Die angebotenen Stücke sehen dann auch tatsächlich antik aus, einschließlich Altersspuren, wie z.B. verwaschene Farben oder kleine Löcher von Holzwürmern – wirklich echt sind sie selten bis nie. Und wenn doch, ist Vorsicht angesagt: Die meisten Länder haben die Ausfuhr von Antiquitäten verboten und zum Teil unter schwere Strafen gestellt.

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