Knapp 30 Euro ist eine Tankfüllung an Autobahnen teurer als an „normalen“ Zapfsäulen. Der ARBÖ kritisiert die Ölkonzerne scharf und richtet Forderung an den künftigen Infrastrukturminister.
Wer aufs Geldbörserl schaut, der meidet sie wie der Teufel das Weihwasser: die Autobahntankstellen. Denn die Preisunterschiede zu Zapfsäulen abseits des hochrangigen Straßennetzes sind enorm. Der ARBÖ Niederösterreich hat nun genau nachgesehen: Ein Liter Diesel kostete am vergangenen Mittwoch auf der A 1 bei St. Pölten stolze 2,129 Euro, in der Porschestraße aber nur 1,569 Euro. Ähnlich ist das Verhältnis an der A 2 bei Wiener Neustadt oder an der A 5 bei Hochleiten im Weinviertel. Im Schnitt ist damit eine 50-Liter-Tankfüllung um rund 28 Euro teurer!
Mit rein vernünftigen Argumenten sind die Preise nicht zu erklären. Es sind die Konsumenten, die am Ende zur Kasse gebeten werden.

Franz Pfeiffer, Präsident des ARBÖ Niederösterreich
Bild: ARBÖ
„Dieser Preisaufschlag ist eine Frechheit und lässt sich nicht nachvollziehbar erklären. Das ist eine Abzocke“, nimmt ARBÖ-NÖ-Präsident Franz Pfeiffer die Ölkonzerne in die Pflicht: „Sie holen sich ein schönes Körberlgeld von den Autofahrern!“
Kontrollen bei Preisunterschieden
Pfeiffer rät daher nicht nur, diese Tankstellen lediglich im Notfall aufzusuchen, sondern richtet sich auch mit einer Forderung an den künftigen Infrastrukturminister: „Er muss die Bundeswettbewerbsbehörde einschalten, damit sie kontrolliert, wie es zu diesen eklatanten Preisunterschieden kommen kann.“
Wer in den Semesterferien fortfährt, dem empfiehlt Pfeiffer, sich schon vor der Fahrt über günstige Tankmöglichkeiten entlang der Route zu erkundigen. „So kann man Geld für die Urlaubskasse sparen“, sagt der ARBÖ-Chef.
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