Weit und breit kein Schneefall in Sicht, stattdessen Frost und Nebel in der Steiermark. Grundwasser zehrt noch vom Sommer.
Seit Tagen hat ein Hoch namens Beate das Wettergeschehen in der Steiermark im Griff und sorgt in höheren Lagen für sonnige Wintertage, während vor allem in südlicheren Landesteilen Nebel und Frost dominieren. Niederschlag ist seit Wochen Mangelware, und auch für die kommenden Tage ist kein markanter Umschwung in Sicht: „Alle Leute, die auf Neuschnee warten, muss man leider enttäuschen“, sagt Ubimet-Meteorologe Nikolas Zimmermann.
Zu wenig Niederschlag im ganzen Land
Dank eines Schneepolsters vom Dezember und relativ tiefer Temperaturen zum Beschneien können steirische Skigebiete zwar aufatmen, das Niederschlagsdefizit betrifft aktuell aber die ganze Steiermark. So anhaltend trocken war es im Winter laut Meteorologen schon seit Jahren nicht mehr. „In Bad Gleichenberg zum Beispiel hätten bis heute seit Winterbeginn gemäß langjährigem Schnitt 67 Millimeter Niederschlag fallen sollen. Gekommen sind bislang elf, also quasi fast nichts“, sagt Geosphere-Meteorologe Hannes Rieder.
Auch in der sonst „feuchteren“ Obersteiermark liegt der Niederschlag bislang deutlich unter dem Durchschnitt (siehe Grafik oben). „Wir haben in den letzten Wochen viele lang anhaltende Hochdruckgebiete gehabt“, so der Experte.
Ausbleibender Schnee und Regen machen sich auch bei den Grundwasserpegeln bemerkbar: „Im Süden liegen die Grundwasserstände schon deutlich unter dem Mittel, aber noch klar über den langjährigen Minima“, sagt Robert Schatzl, Leiter des Landesreferats für Hydrografie. In nördlicheren Landesteilen entsprechen die Pegel noch etwa dem Mittelwert. „Insgesamt ist die Lage also noch nicht wirklich dramatisch. Wir zehren noch von den Niederschlägen des letzten Jahres“, so Schatzl.
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