Johann Döller, Bürgermeister von Reichenau an der Rax, macht Wahlkampf am Fahrrad, um den Reichenauern zu präsentieren, wie schön sie es hier haben. Durch den Wegfall der Zweitwohnsitzer befürchtet er, die absolute Mehrheit zu verlieren. Aber er verspricht, die ganze Periode im Amt zu bleiben.
Seit 2017 ist Bürgermeister Johann Döller bereits im Amt, momentan hält er mit 15 von 21 Sitzen die absolute Mehrheit im Gemeinderat. Noch. Dass sich das nach der nächsten Wahl ändern könne, ist Döller bewusst. Hatte Reichenau im Jahr 2020 noch 3000 Wahlberechtigte, so sind es diesmal nur mehr 2000. Denn aufgrund der neuen Regelung, dass Nebenwohnsitzer nicht mehr wählen dürfen, fallen mit einem Schlag 1000 Wahlberechtigte weg. „Und genau diese haben hauptsächlich mich gewählt, weil ich oft die einzige Person hier bin, die sie kennen“, befürchtet Döller.
Liste ist gute Mischung aller Gemeindebürger
42 Personen stehen für die Wahl auf der ÖVP-Liste. „Eine gute Mischung aus Bauern, Wirtschaftstreibenden und Arbeitnehmern“, so der Bürgermeister. Altersmäßig habe man sich ein klein bisschen verjüngt. „Unter 40 bringt man leider keinen bei uns in die Politik“, weiß er aus Erfahrung. Und auch Frauen sind eher „mager“ auf dem Wahlzettel vertreten. „Wir haben leider nur drei Frauen unter den ersten 15“, so Döller.
Themen und Projekte für den Wahlkampf sind der Hochwasserschutz, der Ausbau von Wasserleitung, Photoltaikanlagen und E-Tankstellen sowie ein neues Feuerwehrhaus.
Derzeit „tourt“ Döller mit wöchentlich seinem Fahrrad durch die gesamte Gemeinde und stellt Videos davon ins Netz. „Die Leute sollen sehen, was Reichenau alles zu bieten hat und nennt als Beispiele dafür ausreichend Ärzte, Supermärkte und Banken.
Ich bin jetzt 64 Jahre alt. Mit 70 werde ich es mir vielleicht noch mal überlegen, ob ich weitermache.
Bürgermeister Johann Döller
Auch mit dem Gerücht, er werde nur antreten, um zu gewinnen und dann bald nach der Wahl Platz für einen jüngeren Nachfolger zu machen, möchte er aufräumen. „Ich bin jetzt 64 Jahre alt. Mit 70 werde ich es mir vielleicht noch mal überlegen, ob ich weitermache“, verspricht er, für die gesamte nächste Periode für Reichenau da zu sein.
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