Der ehemalige Bürgermeister von Gutenstein und Kurzzeitgeschäftsführer des Vereins Silbersberg – Michael Kreuzer – möchte mit einem eigenen Heim für Behinderte in Prein/Rax Anfang nächsten Jahres neu durchstarten. Bestens geeignet dafür ist die ehemalige Montessori-Schule mit der Hausnummer 37.
Postings auf Facebook haben die Gründung des „Verein 37“ schon seit einiger Zeit bekannt gegeben, jedoch nichts Konkretes verraten. Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Hinter dem Verein steckt der ehemalige Bürgermeister von Gutenstein, Michael Kreuzer. Zur Erinnerung: Kreuzer hatte mit seiner Liste „Gut für Gutenstein“ die Mehrheit im Gemeinderat, wurde aber im September von seinen eigenen Leuten als Ortschef abgewählt.
Im Sommer war er kurz Geschäftsführer des Vereins Silbersberg in Gloggnitz, der sich um behinderte Erwachsene kümmert. Auch dort wurde er wegen Unstimmigkeiten von der Generalversammlung nach drei Monaten wieder abgesetzt und fristlos gekündigt.
Jetzt möchte er sich mit seinem eigenen Verein um behinderte Menschen kümmern. „Der Großteil des Teams steht bereits“, so Kreuzer. Dabei handelt es sich um sieben ehemalige Mitarbeiter des Vereins Silbersberg, die Kreuzer im Zuge seines Abgangs bereits „abgeworben“ hat.
Auch der perfekte Standort wurde bereits gefunden und vorreserviert. Es handelt sich dabei um die ehemalige Montessorischule mit der Hausnummer 37 in Prein an der Rax, Bezirk Neunkirchen. „Wir haben für dieses Haus bereits ein Kaufangebot abgegeben. Bis 31. Jänner haben wir nun die Option, es zu erwerben.“
Sechs Klienten seien laut Kreuzer bereits fix. Für 15 gäbe es Platz. „Zusätzlich können wir sechs Personen zur Tagesbetreuung aufnehmen“, so Kreuzer. Am Dienstag fand eine Begehung der Landesregierung vor Ort statt, wo geschaut wurde, ob das Objekt überhaupt geeignet sei. „Und ja, ist es. Das Haus ist in einem Top-Zustand“, freut sich Kreuzer. Eine offizielle Bewilligung vom Land sei noch ausständig: „Wenn die da ist, werden wir im neuen Jahr endgültig starten“, so Kreuzer.
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