Ex-Basketball-Serienmeister Kapfenberg durchlebt turbulente Zeiten. Unter Coach Radomir Mijanovic wollten die einst siegverwöhnten Bulls wieder in die Spur finden, bekundeten zuletzt dem Trainer noch das Vertrauen. Jetzt ist der Slowene allerdings Geschichte beim Klub.
Vergangenen Mittwoch hatte die „Krone“ noch ein Gespräch mit Trainer Radomir Mijanovic. Der sprach zwar von „stressigen Zeiten“, allerdings nicht davon, den Klub bald verlassen zu müssen. Entweder wusste der Coach noch nichts von seinem „Glück“ – oder er hätte durchaus als zweiten Karrierezweig eine Schauspiel-Schule besuchen können.
Knapp 30 Stunden später war das Abenteuer von Radomir Mijanovic bei den Bulls jedenfalls beendet. Nach nur elf Spielen, in denen Mijanovic nur vier Siege einfahren konnte. Die Beurlaubung des Trainers wird demnächst öffentlich. Es ist der zweite „Fehlgriff“ in Serie des früheren Serienmeisters. Zuletzt wollte Kapfenberg unter dem spanischen Trainer Antonio Herrera zu alter Stärke finden – aber auch das ging unter teuren Nebengeräuschen (Herrera musste ausbezahlt werden) krachend in die Hose.
Ukrainer übernimmt interimistisch
Am Samstag steigt in Kapfenberg-Walfersam das Liga-Heimspiel gegen Wels, die Bulls brauchen Punkte. Im Jänner steht das Cup-Viertelfinale an. Das wird alles zur Aufgabe für Mijanovic-Co-Trainer Klym Artamonov. Der 31-jährige Ukrainer und Ex-Profi verließ, als der Krieg begann, seine Heimat, landete über den Umweg Spanien und Frankreich in Kapfenberg. Jetzt übernimmt er, so alles mit seiner Trainer-Lizenz ordnungsgemäß über die Bühne geht, die Bulls.
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