Ein Schnitzel bitte – Mahlzeit! Die „Tiroler Krone“ errechnete den Durchschnittspreis für ganz Tirol und die neun Bezirke. Bei den einzelnen Preisen sticht vor allem die Differenz von acht Euro ins Auge. Wo liegt die Schmerzgrenze?
So wie die Wiener Philharmoniker und die Salzburger Mozartkugeln gehört es zur Kultur in Österreich dazu – das Schnitzel. Die „Krone“ hat sich angesehen, wie es um den Preis für das Schweinsschnitzel – mit Beilage – bestellt ist.
Und so sind wir vorgegangen: In jedem der neun Bezirke haben wir je drei Wirtshäuser gesucht und die Speisekarte durchforstet. So wurde der Durchschnittspreis im jeweiligen Bezirk sowie der für ganz Tirol errechnet.
Preise liegen zwischen 12,50 und 20,90 Euro
Das Ergebnis: Wer ins Gasthaus geht, muss mit rund 17 Euro rechnen. Ein Blick auf die Bezirke zeigt, dass das Schnitzel mit durchschnittlich 14,80 Euro in Kufstein noch am günstigsten ist. Am tiefsten in die Tasche greifen müssen die Wirtshausbesucher im Bezirk Kitzbühel (18,75 Euro) und in Innsbruck. Dort beträgt der Durchschnittspreis 18,60 Euro.
Noch kurz zu den „Ausreißern“: Das billigste Schweinsschnitzel fand die „Krone“ mit jeweils 12,50 Euro in den Bezirken Reutte und Innsbruck-Land. In Reutte haben wir aber auch das teuerste entdeckt. Ein Wirt verlangt dort dafür stolze 20,90 Euro.
„In den letzten zwei Jahren mussten wir handeln“
Zu diesen Zahlen befragte die „Krone“ Alois Rainer, selbst Wirt im Zillertal und Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer. Er meint, dass „das Schnitzel mit rund 17 Euro nicht überragend teuer ist. Wenn man den teuren Warenkorb bedenkt und die exorbitanten Strom- und Gaskosten, darf das nicht verwundern“.
Hinzu komme, dass die Personallöhne deutlich gestiegen sind. „All die Jahre davor gab es keine Preisanpassungen. In den vergangenen zwei Jahren mussten die Wirte handeln, denn auch sie müssen wirtschaften.“
Nicht jeder Betrieb hat dieselben Kosten.
Alois Rainer
Die acht Euro Unterschied für das Schnitzel erklärt Rainer übrigens wie folgt: „Nicht jeder Betrieb hat dieselben Kosten. Und manche Wirte setzen auf ein Gericht, das sie recht günstig anbieten, dafür sind die anderen dann teurer.“
Forderungen an die Politik
Wo die Schmerzgrenze beim Schnitzelpreis liegt, kann der Obmann nicht sagen. „Es wird ja leider alles immer teurer.“ Abschließend fordert Rainer von der Politik, „dass die Bürokratie abgebaut wird und die Auflagen vereinfacht werden. Dann können wir auch einfacher mit den Preisen kalkulieren“.
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