Das Salzburger Bergfilmfestival begeht mit seiner 30. Ausgabe kommende Woche ein Jubiläum. Längst fixer Bestandteil der Film- und Bergsportszene in Österreich, betritt es auch heuer wieder Pfade abseits der Touristen und Sportstar-Massen.
„Abenteuer Berg – Abenteuer Film“ – von 13. bis 24. November stehen im Rahmen des 30. Bergfilmfestival Gipfel naher und abgelegener Regionen auf dem Programm. Ausnahmealpinisten wie der Schweizer Roger Schäli oder der Steirer Mich Kemeter halten im Salzburger Das Kino und an vier weiteren Orten Vorträge.
In den Blickpunkt rücken dieses Jahr aber auch Aspekte wie Freiwilligenarbeit oder das Leben von Hirten und Jägern. „Wir haben uns nicht nur dem schneller, höher, weiter verschrieben, sondern beschäftigen uns auch mit den Bergen als kultureller, sozialer und auch politischer Raum“, sagt Co-Organisator Thomas Neuhold bei der Programmpräsentation am Mittwoch.
Erfolgreiche Frauen in der Höhe
„Bergsteigen war lange eine Männerdomäne. Das hat sich verändert. Wir haben früh versucht, die Frauen in den Mittelpunkt zu stellen.“ Über die Jahre waren etwa prominente Kletterinnen wie Lynn Hill und Catherine Destivelle oder die Höhenbergsteigerinnen Oh Eun-sun oder Gerlinde Kaltenbrunner zu Gast.
Kaltenbrunner wird auch zur Eröffnung am 13. November kommen. Die erste Frau, die alle 14 Achttausender der Erde ohne Flaschensauerstoff bestiegen hat, war in Salzburg schon zu Gast, als sie einem breiteren Publikum noch kaum bekannt war.
Der Eröffnungsfilm „The Volunteers“ geht etwa den historischen Verbindungen der Bergrettung im amerikanischen Seattle und der Bergrettung in Österreich nach. Darüber hinaus wird der jüngere der beiden „Huberbuam“, Alexander Huber, gemeinsam mit der deutschen Höhenbergsteigerin Alix von Melle – ihr Ehemann Luis Stitzinger kam 2023 am Kangchendzönga ums Leben – über das Thema Angst sprechen.
Junge und lokale Wilde
„Wir haben heuer 91 Veranstaltungen und zeigen 16 Filmprogramme mit insgesamt 36 Filmen“, betonte Filmkurator Martin Hasenöhrl. Das Festival biete einen breiten Mix aus klassischen Berg-, Kletter- und Freeride-Filmen, ergänzt durch Vorträge und die Reihe „Film & Gespräch“, in der Regisseure oder Protagonisten dem Publikum Rede und Antwort stehen.
Nicht zu kurz kommt auch die „Local Heroes“-Reihe, wo erstmals ein Publikumspreis für junge Filmschaffende unter 30 Jahren vergeben wird. Sechs Filme haben es in die Auswahl geschafft, der Preisträger oder die Preisträgerin darf am 23. November mit einer schweren Skulptur aus Untersberg-Marmor das Kino verlassen.
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