Anlässlich des Nationalfeiertags begab sich die „Krone“ auf Umfragetour. Was auffällt: Die Politik erntet viel Kritik. Mietpreise plagen die Jungen. Geschätzt werden Lebensqualität, Gesundheitsversorgung und Sicherheit.
Man könnte über einiges jammern, aber auf hohem Niveau. Überhaupt wenn man sieht, wie es auf der Welt so zugeht.“ Diese Worte der Zellerin Sylvia Pollanschütz (60) bringen auf den Punkt, was die „Krone“ bei einer Straßenumfrage erfuhr.
Ich bin stolze Österreicherin und froh, in diesem schönen Land zu leben. Überhaupt wenn man sieht, wie es in der Welt überall zugeht.

Sylvia Pollanschütz, 60
Bild: Roland Hölzl
Die Stimmung ist eher gut, auch bei jungen Leuten. „Ich schätze die Möglichkeiten, in Österreich nebenberuflich Ausbildungen machen zu können“, lobt Chaya Möhslacher (20). Sie profitiert davon, weil sie gerade das Abendgymnasium absolviert. Besonders schätze sie in Salzburg die medizinische Versorgung.
Salzburg hat eine hohe Lebensqualität. Von der Uniklinik bis zum Flughafen hat man hier alles. Negativ betrifft mich beruflich der brutale Zeitverlust auf der A10.

Sven Bössow, 51
Bild: Tschepp Markus
Lebensqualität steht auf der Habenseite ganz oben
„Mir gefällt die sehr hohe Lebensqualität in Salzburg“, findet Sven Bössow. In der kleinen, überschaubaren Stadt finde man einfach alles, schwärmt der 51-Jährige über seinen Wohnort. „Auch wenn in Österreich nicht alles richtig läuft, können wir uns glücklich schätzen, in einem schönen Land zu leben“, sagt Patricia Karadza (39) aus dem Pinzgau.
„Ich liebe diese Stadt und Österreich und auch die vielen Kulturen, die hier wohnen“, steht für Marija Petrovic (19) fest. Denn diese Kulturen hätten viele Angebote.
Wohnraum ist extrem teuer. Da muss sich die Politik drum kümmern. Aber ich liebe die Stadt Salzburg, hier zu arbeiten und auch zu chillen.

Marija Petrovic, 19
Bild: Tschepp Markus
Aber nicht alles läuft gut in unserem Land. Ein großes Problem sind aus der Sicht der 20-Jährigen die „extrem hohen“ Mietpreise. Die beschäftigten die Jugend. Chaya Möhslacher stimmt dem voll zu: „Die hohen Mieten kannst du als Junger kaum stemmen.“
Existenzsorgen haben auf dem Land viele Bäuerinnen und Bauern, kritisiert Karin Dorfer (35). Die Bäuerin aus Tamsweg sagt: „Wenn Junge einen Hof übernehmen wollen, müssen beide noch nebenbei arbeiten, das schreckt sehr viele ab. Das dürfte nicht sein.“ Der Bauer bekomme das gleiche Geld, auch wenn im Handel die Preise hinaufgehen, frustriert sie außerdem. Die Politik bietet für die Lungauerin „momentan ein schlechtes Kabarett.“
Wir leben in einem schönen Land. Aber wir haben zu wenige Betreuungsplätze für die Kleinsten. Innergebirg kommen auch die Schulen zu kurz.

Patricia Karadza, 39
Bild: Roland Hölzl
„Politiker müssen mehr zusammenarbeiten“
Mit Steuergeld werde leichtfertig umgegangen, ärgert sich Josef Prommegger (42) aus Großarl. Er fordert: „Unsere Politiker müssen endlich mehr zusammenarbeiten – wie in der Privatwirtschaft, wo es ums eigene Geld geht.“
Innergebirg kämen auch etliche Schulen zu kurz, wichtige Investitionen für die Kinder blieben auf der Strecke, warnt Patricia Karadza aus Zell.
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