0:3 bei Sparta Prag, 0:4 gegen Brest und nun ein 0:2 im Duell mit Dinamo Zagreb. Die Bullen haben in der Champions League einen Horrorstart erwischt, obwohl sie bisher nur gegen Gegner gespielt haben, die in Reichweite sein sollten. Die Königsklasse ist für Salzburg heuer eine Nummer zu groß. Eine Kolumne von „Krone“-Sportredakteur Philip Kirchtag.
„Die verrückten Jungs von Salzburg“ nannte Trainer Pep Lijnders seine Truppe nach der geschafften Qualifikation für die Champions League. „Man muss es sich verdienen, hier zu spielen und ihr habt es euch verdient“, brüllte der Niederländer durch die Bullen-Kabine. Dazu dröhnte das Lied „Memories“ – zu deutsch „Erinnerungen“ – aus den Boxen. Es sind für die Bullen bisher die letzten schönen Erinnerungen auf der großen internationalen Bühne. Gestern kassierte man im drittem Spiel in der Königsklasse zum dritten Mal eine verdiente Niederlage.
Mit der Aussage, dass sich seine Mannschaft den Einzug in die Sterneliga verdient hat, hatte Lijnders zum damaligen Zeitpunkt Recht. Salzburg hat in den Qualispielen gegen Twente und Kiew starke Leistungen gezeigt. Im Nachhinein betrachtet wäre es aber – so hart es auch klingen mag – gescheiter gewesen, wenn man die Quali nicht gepackt hätte. Den Bullen fehlt für die Champions League nämlich schlichtweg die Qualität. Und das von vorne bis hinten, das hat sich am Mittwoch erneut gezeigt.
Denn wenn man es in 90 Minuten gegen Dinamo Zagreb, das in den ersten beiden Partien insgesamt elf (!) Gegentore erhalten hat, nicht schafft, sich auch nur eine einzige echte Torchance zu erspielen und in der Defensive brutale Schnitzer macht, dann hat man auf diesem Niveau einfach nichts verloren.
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