Do, 17. Jänner 2019

Ohne Leine unterwegs

01.04.2013 19:01

Jäger erschoss Hund: Besitzer erstatten Anzeige

Im Südburgenland ist am Ostersonntag ein vermeintlich herumstreunender Hund von einem Jäger erschossen worden. Die Besitzer hatten ihren Beagle während eines Spaziergangs von der Leine genommen. Der Jäger gab an, das Paar sei schon einmal angezeigt worden, weil der Hund gewildert hatte. Da sich die Hundebesitzer durch den Schuss selbst auch gefährdet gefühlt hatten, erstatteten sie bei der Polizei Anzeige.

Gegen 19.30 Uhr ging ein Ehepaar in Pinkafeld im Bezirk Oberwart mit seinem siebenjährigen Hund "Snoopy" spazieren. Der Beagle-Rüde durfte ohne Leine herumlaufen. Eine andere Spaziergängerin hatte das freilaufende Tier bemerkt. Da in jüngster Vergangenheit einige Rehe gerissen und verletzt worden waren, alarmierte die Frau den Jäger. Dieser machte sich daraufhin auf den Weg und erschoss den Beagle-Rüden.

Jäger: "Gab schon Anzeige gegen Besitzer"
"Im Stadtgebiet haben wir unseren Hund an der Leine, doch außerhalb darf er umherlaufen. So befand sich Snoopy einige Schritte hinter uns, als es krachte", schildert Gerhard Kasper gegenüber der "Krone". Geschockt drehte sich das Ehepaar um und sah ganz in der Nähe jenen Jäger, der den tödlichen Schuss auf den Vierbeiner abgefeuert hatte. "Schon 2012 gab es eine Anzeige gegen den Besitzer, weil der Hund wilderte", verteidigt sich der 50-jährige Schütze.

Nach einer kurzen Aussprache gingen die drei Beteiligten zur Polizei, wo die Hundebesitzer Anzeige erstatteten, da sie sich gefährdet gefühlt hatten. Der Jäger gab an, dass er sich, bevor er zum Gewehr griff, davon überzeugt hatte, niemanden in Gefahr zu bringen: "Ich habe das Ehepaar nicht gesehen, sonst hätte ich nicht geschossen." Nach Abschluss der Erhebungen wird eine Sachverhaltsdarstellung an das Gericht erfolgen, hieß es von der Polizei.

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