250 Spiele bestritt Jakob Jantscher für Sturm, heute Samstag (20) kommt die Klub-Legende als Gegner. Mit Voitsberg trifft er in die Zweiten Liga auf Sturm II. Eine besondere Partie für den 35-Jährigen, der mit dem Aufsteiger noch dem ersten Sieg hinterjagt. Klappt er ausgerechnet im Derby gegen seinen Herzensklub?
„Das ist schon eine besondere Partie, ich kenne ja viele Leute beim Klub. Erst vor zwei, drei Wochen bin ich im Trainingszentrum im Büro von Jürgen Säumel gesessen. Der ’Säumi’ war ja mein Vorbild, als ich als Junger mit ihm bei Sturm zusammengespielt habe“, schmunzelt Janscher, der zuletzt auf seiner Obstplantage im Einsatz war. Mit Erfolg. „Wir haben ja vor allem Birnen und Nüsse. Die Ernte ist sehr gut ausgefallen.“
Heute will „JJ“ auch im Steirer-Derby gegen sein einstiges Idol etwas „ernten“. Aber: Während sich in Voitsberg die Rote Laterne gemütlich eingerichtet hat, sind Sturms Fohlen im Aufwind: Inklusive Youth League ist die Säumel-Truppe seit vier Spielen ungeschlagen. Zuletzt wurde Stripfing mit 3:0 weggeputzt.
Groß im Bild dabei: Mani Sarkaria mit einem Doppelpack! „Dass ich gegen Mani einmal in der 2. Liga gegeneinander spiele, hätte ich mir vor ein paar Jahren auch nicht gedacht“, sagt Jantscher zum Wiedersehen mit seinem ehemaligen Sturm-Partner.
„Wir haben uns nicht bloß am Platz gut verstanden, sondern sind auch privat befreundet.“ 40 Mal stand das Stürmer-Duo bei Sturm gemeinsam auf dem Platz, heute soll Sarkaria aber nicht jubeln. „Für uns natürlich nicht optimal, dass Mani jetzt in der Zweier spielt. Von seiner Qualität her gehört er in Sturms Profi-Mannschaft“, meint der Routinier, der in Voitsberg als Leithammel fungiert.
Für uns natürlich nicht optimal, dass Mani jetzt in der Zweier spielt. Von seiner Qualität her gehört er in Sturms Profi-Mannschaft.
Voitsberg-Star Jakob Jantscher
„Wir müssen positiv bleiben“
Die Stimmung ist trotz der sportlichen Tristesse – erst ein Punkt in sieben Runden – nicht im Keller. „In solch einer Situation muss man positiv bleiben, es bringt nichts, jetzt Trübsal zu blasen. Wir müssen hart weiterarbeiten und Gas geben. Dann wird sich das Erfolgserlebnis auch einstellen“, so „JJ“, der beim letzten Heimspiel seines Herzensklubs im Stadion war. „Ich war mit meinen Kindern erstmals in der Kurve.“
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