Wieder eine große Insolvenz in der Steiermark: Die Mareiner-Holz-Unternehmensgruppe aus dem Mürztal hat die entsprechenden Anträge gestellt. Betroffen sind 70 Mitarbeiter, um eine Rettung wird gekämpft.
Die wirtschaftlichen Herausforderungen sind nicht „mehr stemmbar“: So begründet die Geschäftsführung, warum sie am Freitag für alle Gesellschaften der in St. Marein im Mürztal angesiedelten Unternehmensgruppe, (HD Holding, Mareiner Holz GmbH, Mareiner Altholz GmbH, Mareiner Holz SK) einen Insolvenzantrag eingebracht hat. Die Eröffnung der Insolvenzverfahren wird wohl am Montag erfolgen.
Erweiterung bis in die Slowakei
1996 wurde das Unternehmen von Hannes Dietrich und drei Mitgesellschaftern als „Die Säge St. Marein“ gegründet. Bald kam der Holzmarkt als zweites Standbein hinzu. Seit 2019 wurde Mareiner stark erweitert – um die beiden Standorte in Schlierbach (OÖ) und der Slowakei, die Anschaffung moderner Maschinen, dem Bau neuer Hallen, Büro- und Aufenthaltsräumlichkeiten sowie um einen neuen Schauraum mit Holzkino.
Insgesamt knapp 70 Mitarbeiter waren zuletzt beschäftigt. „Die großen Investitionen fielen genau in jene Zeit, auf die wirtschaftlich ein massiver Einbruch sowie der Zusammenbruch großer relevanter Märkte folgte“, heißt es von der Firma. Hannes Dietrich habe sein gesamtes Privatvermögen mit dem Verkauf seines kompletten privaten Besitzes in das Unternehmen eingebracht – letztlich vergeblich.
Investoren werden gesucht
„Es ist ein Schritt, der nicht leichtfällt und vieles verändert – dennoch haben wir es uns zum Ziel gesetzt, alles zu versuchen, um das Unternehmen durch die Akquise von Investoren rasch fortführen und dadurch die Arbeitsplätze sowie die langjährig aufgebauten Geschäftsbeziehungen des Unternehmens erhalten zu können“, heißt es in der Mitteilung von Mareiner.
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