Weil Blitzeinschlag am Glockenturm die Brandmeldeanlage lahmlegte, muss das altehrwürdige Gemäuer rund um die Uhr bewacht werden. Wie die Berufsfeuerwehr das historische Erbe der Landeshauptstadt schützt.
Nach dem Blitzeinschlag vor zehn Tagen war die Sorge bei vielen Grazer groß: Hatte die Naturgewalt etwa den Glockenturm, der unter seinem Dach die berühmte Glocke Liesl beherbergt, beschädigt? Nach einer Visite von mehreren Expertenteams kann diese Befürchtung nun ausgeschlossen werden. „Es sind keine Schäden festgestellt worden“, heißt es aus dem Büro des zuständigen Stadtrates Manfred Eber (KPÖ).
Ersatzteil lässt auf sich warten
Einzig die Brandmeldeanlage dürfte durch einen Kurzschluss außer Gefecht gesetzt geworden sein. Nun wartet man auf Ersatzteile, die nächste Woche kommen sollen. Bis dahin wird das Gebäude rund um die Uhr bewacht, um im Fall der Fälle Alarm zu schlagen.
In der Zentralfeuerwache am Lendplatz ist man froh, dass dies kein Dauerzustand ist. „Insgesamt sind in Graz 1084 Objekte direkt mit unserer Notrufzentrale verbunden – das ist im Ernstfall natürlich Goldes wert“, sagt Brandrat Gerald Wonner. „Längstens zwei Minuten nach Eingehen des Alarms sind wir mit unseren Fahrzeugen auf der Straße.“
Brandmelder direkt mit Feuerwehr verbunden
Grazer Sehenswürdigkeiten wie der Uhrturm, Schloss Eggenberg oder auch das Rathaus sind längst mit derartiger Technik ausgestattet – Gleiches gilt aber auch für Schulen, die Universitäten, Hotels und natürlich Spitäler. „Wir können über unser Einsatzleitsystem auch erkennen, ob ein Rauchmelder Alarm geschlagen oder jemand den Druckknopf betätigt hat – davon können wir abhängig machen, in welcher Stärke wir ausrücken.“
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