Unzählige Sportler und Athleten hatten in der DDR das Potenzial, zur absoluten Weltelite aufzuschließen. Doch die politische Realität ruinierte ihre Träume und erstickte vielversprechende Karrieren. Die spannende ZDF-Doku „Schweiß und Tränen – Unerwünschte Stars des DDR-Sports“ wirft ein Licht darauf.
So gut wie jeder kennt Eiskunstläuferin Katarina Witt, doch haben Sie schon einmal etwas von Thomas Emmrich gehört? Oder von Joachim Ziesche? Ersterer galt in den 70er-Jahren als einer der besten Tennisspieler der Welt, Ziesche war in seiner Funktion als Eishockey-Spieler herausragend. Dass die beiden – und noch viele andere – nur noch Fußnoten in der Sporthistorie sind, verdanken sie ihrer alten Heimat, der DDR.
Immer wieder Sport
Passend zu den sich in der Endphase befindlichen Olympischen Spielen wirft die Dokumentation „Schweiß und Tränen – Unerwünschte Stars des DDR-Sports“ noch einmal ein Licht auf die vielen unbesungenen Helden des sozialistischen Staates. Frei nach des Kommunisten Walter Ulbrichts Mantra „Jeder Mann an jedem Ort, einmal in der Woche Sport“ wurde die Bewegung in Ostdeutschland zwar geschätzt, Talent aber vergeudet und mit Repressalien bedroht.
So gewann Emmrich 16 Staatsmeistertitel in Serie, wurde bei Turnieren aber angehalten zu verlieren, weil er sonst im Westen spielen müsste. Eberhard Riedel wollte vom Wintersport-unpopulären Erzgebirge aus zum Skihelden werden und wurde mit allen verfügbaren Mitteln zurückgehalten. Das in Rostock beliebte Windsurfen klang der Stasi zu Amerikanisch und wurde zum Brettsegeln.
Wie Betroffene und Zeitzeugen Rückschläge schildern und ihrer Träume beraubt wurde, macht betroffen und führt uns vor Augen: Die Freiheit ist alles.
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