Neue Module sorgen dafür, dass Busse und Bims in Graz an Ampeln bevorzugt werden und noch pünktlicher sind. Wie das neue System auch Fahrplan-Auskünfte genauer macht und die Stadt sicherer macht.
So sperrig Name und Technik des neuen Systems C-ITS (übersetzt: kooperative intelligente Verkehrstechnik) sind, so einfach lässt es sich erklären: 200 Busse und Bims bekommen ein Modul eingebaut, 165 Ampeln auch. Diese Geräte kommunizieren dann über ein spezielles, starkes WLAN-Netz miteinander. Dadurch wird der öffentliche Verkehr an Ampeln bevorzugt, Busse sind dann pünktlicher. Außerdem weiß man immer genau, wo ein Fahrzeug gerade ist, wodurch Anschlüsse besser erreicht werden können und die Fahrplanauskunft genauer wird.
1,5 Millionen Euro hat das System laut Holding Graz in der Anschaffung gekostet, außerdem fallen 50 Euro pro Monat und Bus an.
Stabilität und Schnelligkeit
„Der öffentliche Verkehr hat Vorrang vor dem individuellen“, erinnert Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Grüne). „Bis 2040 wollen wir, dass 80 Prozent der Wege mit dem ÖV, dem Rad oder zu Fuß zurückgelegt werden.“ Neu ist das prinzipiell nicht, schon seit 1994 haben Bus und Bim an 156 von 316 Grazer Ampeln Priorität. Das neue System steigert die Verlässlichkeit der Verkehrsmittel aber von 85 auf 99 Prozent. Es geht nicht um mehr Schnelligkeit, sondern um mehr Stabilität, heißt es von den Experten.
Im nächsten Schritt sollen auch Einsatzfahrzeuge mit dem System ausgestattet werden. Außerdem bildet es in Zukunft die Basis für automatisches Fahren.
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