Weil er in der Innsbrucker Zweigstelle der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) aus Rage den Hitlergruß zeigte und lautstark mit Naziparolen skandierte, musste sich ein 37-Jähriger nun vor Gericht verantworten. Für den Zwischenfall schämt er sich.
„Das ist nicht meine Einstellung, ich habe damit überhaupt nichts zu tun“, strich der wegen NS-Wiederbetätigung angeklagte 37-Jährige am Innsbrucker Landesgericht mehrfach heraus.
Es sei aber so, dass er, wenn er viel Alkohol trinke, Unsinn rede. So auch im vergangenen November: „Ich habe die ganze Nacht Wein und Schnaps konsumiert und allerhöchstens eine Stunde geschlafen.“
Ich schäme mich dafür.
Der Angeklagte vor Gericht
Um 9 Uhr sturzbetrunken
Mit knapp drei Promille tauchte der Innsbrucker um 9 Uhr in der Früh sturzbetrunken bei seinem ÖGK-Termin auf. Dabei geriet der Mann in Rage, hob seinen rechten Arm zum Hitlergruß, skandierte „Heil Hitler“ und verkündete lautstark, dass man „alle Ausländer vergasen sollte“. An den Vorfall könne er sich nicht mehr erinnern. „Ich schäme mich aber dafür.“
Knapp an Haft vorbeigeschrammt
Nicht rechtskräftiges Urteil: Vier Monate bedingte Haft und 720 Euro Geldstrafe. Zudem wurde die Weisung zu einer Alkohol-Entwöhnungsbehandlung und zur Psychotherapie erteilt.
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