Wieder eine Hiobsbotschaft für Magna in Graz: Der britische Autohersteller Ineos gab heute bekannt, die Entwicklung des geplanten Elektro-Geländewagens „Fusilier“ in Graz auf Eis zu legen. Magna bestätigt das der „Krone“. Damit wackeln in der Steiermark 300 Jobs.
2027 hätte es so weit sein sollen: Der britische Autohersteller Ineos, ein Start-up für Elektroautos, wollte seine dritte Modellreihe namens „Fusilier“ bei Magna in Graz zunächst entwickeln und dann auch gleich bauen lassen. Mit bis zu 50.000 Stück kalkulierten die Magna-Manager, einen Großauftrag, den man nach der Fisker-Pleite wie einen Bissen Brot gebraucht hätte. Doch daraus wird jetzt nichts! Heute kündigte das Unternehmen an, die ehrgeizigen Pläne nicht weiterzuverfolgen. 2000 Arbeitsplätze hätte der Großauftrag gebracht – so müssen nun jene 300 Mitarbeiter, die an der Entwicklung beteiligt waren, um ihre Jobs zittern. „Wir wurden von Ineos darüber informiert“, bestätigt Rej Husetovic, Sprecher von Magna, der „Krone“. Man respektiere diese Entscheidung, sei „trotz dieses Rückschlags aber aktiv mit bestehenden und potenziellen Kunden im Gespräch, um neue Geschäftsmöglichkeiten zu verfolgen.“ Und man sei „optimistisch, neue Projekte zu sichern“.
Elektroautos kommen nicht vom Fleck
Die Ursache für den überraschenden Rückzug liegt im schleppenden Verkauf von Elektroautos – der Bau des „Fusilier“ wäre schlicht und einfach nicht rentabel gewesen. Für Graz ist es bereits der zweite Schock binnen kürzester Zeit: Auch das E-Fahrzeug „Fisker“ wird nicht mehr produziert.
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