Hubert Auer

Grazer Traditionsbäckerei erneut insolvent

Steiermark
24.06.2024 11:33

Die Grazer Traditionsbäckerei Hubert Auer ist nach 2020 erneut insolvent. Das Unternehmen hatte zwar die Sanierung geschafft, ist nun aber abermals nicht mehr liquide. Diesmal sind knapp 50 Dienstnehmer betroffen. 

Die Passiva belaufen sich im Fall einer Liquidation auf rund 2,5 Mio. Euro, hieß es am Montag seitens der Kreditschützer von KSV1870, AKV und Creditreform. Die Aktiva betragen weniger als 300.000 Euro. Mit den rund 60 Gläubigern soll neuerlich ein Sanierungsplan abgeschlossen werden. 

Rohstoffkosten sind explodiert
Als Ursache für die erneute Insolvenz gab das Unternehmen den Verlust deckungsbeitragsstarker Filialen an: Im Jahr 2023 seien gleich mehrere Mietverträge ausgelaufen. Hinzu kommen fehlgeschlagene Investitionen: Man hatte erhebliche Mittel in den Umbau bzw. Ausbau bestehender und neuer Filialen investiert. Als dritter Grund wurde die Inflation angegeben: So hätten sich die Wareneinsätze für Rohstoffe in den letzten beiden Geschäftsjahren um 40 bis 50 Prozent und die Personalkosten um 20 Prozent erhöht.

Produktion soll verlegt werden 
Das Unternehmen plant die Fortführung unter Umsetzung eines Reorganisationskonzeptes. Deckungsbeitragsschwache Filialen sollen teilweise oder ganz geschlossen werden. Die Produktion soll vom derzeitigen Standort in Seiersberg nach Gratkorn verlagert werden, wodurch es zu einer deutlichen Kostenreduzierung kommen soll. 

Bereits 2020 war die Bäckerei-Kette insolvent. Die Passiva betrugen damals knapp 4 Mio. Euro, die Aktiva 680.000 Euro. Von den zunächst 77 Mitarbeitern waren nach der Sanierung noch etwa 50 in 16 Filialen beschäftigt. Nun waren nur noch 14 Filialen und 44 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übrig.

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