Der Österreichische Alpenverein lehnt das von der Tiroler Landesregierung zu beschließende Seilbahn- und Skigebietsprogramm (TSSP) ab: Es begünstige wirtschaftliche Interessen.
Noch vor dem Sommer will die Landesregierung das neue Seilbahn- und Skigebietsprogramm beschließen. Der Alpenverein verlangt nun, genau das nicht zu tun: „Denn den Anspruch, eine natur- und klimaverträgliche Zukunftsstrategie für die geordnete Entwicklung des alpinen Raumes zu sein, erfüllt die vorliegende Version nicht.“
Alpenverein mit Kritik nicht alleine
Neuerschließungen seien zwar formal ausgeschlossen, aber weil Ausbaugrenzen für bestehende Skigebiete nicht klar festgeschrieben seien, begünstige das Programm wirtschaftliche Interessen und nicht den Umweltschutz. „Deutlich zu kurz kommt auch der Gletscherschutz“, heißt es in dem Appell des Alpenvereins, dem sich etliche Naturschutzorganisationen angeschlossen haben.
Wie berichtet, hat sich das Beratungsgremium des Landes Tirol für Fragen der Raumordnung vergangene Woche mit großer Mehrheit für die Novelle des TSSP ausgesprochen. 15 Stellungnahmen wurden dazu eingebracht.
Endausbaugrenzen nicht rechtskonform
Mit 31. Dezember 2024 läuft das aktuelle Programm aus. Unangetastet bleiben soll das Verbot von Neuerschließungen – ein gänzlicher Entwicklungsstopp, wie es etwa Endausbaugrenzen wären, sei aber verfassungsrechtlich nicht zulässig, hieß es dazu vonseiten des Landes.
Stärkung des Sommerangebotes
Die Novelle legt den Fokus auf die Stärkung des Sommerangebotes durch bestehende Anlagen. Weiters werde der Mobilitätsaspekt stärker berücksichtigt, indem beispielsweise die öffentliche Anbindung an Talstationen oder auch eine bessere Vernetzung von Wander-, Berg- und Radwegen forciert wird.
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