Die „Salzburg Krone“ blickt in einer neuen Serie auf die heimischen Fußballmeister 23/24 zurück. Den Auftakt macht Austria Salzburg. Die Violetten sicherten sich trotz einer großen Enttäuschung souverän den Titel in der Regionalliga West.
Elf Fußballvereine jubelten in der Saison im Bundesland Salzburg über den Meistertitel. Die „Krone“ blickt in einer neuen Serie auf die vergangene Spielzeit zurück. Den Anfang macht die Salzburger Austria, die sich mit dem Sieg der Westliga trösteten. Denn der Verein war durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen.
Im September, kurz vor dem 90-Jahre-Jubiläumsspiel gegen Rankweil, vermeldeten die Verantwortlichen: „Wir sind schuldenfrei.“ Lange Jahre hatte der Verein damit verbracht, die großen Löcher aus dem Zweitliga-Fiasko 15/16 zu stopfen und Geld an Fans sowie Gönner zurückzuzahlen. Erleichtert von der guten Nachricht stürmten die Austrianer zu einem rauschenden 9:0-Heimsieg. Fast kitschig: Passend zum Geburtstag fiel Joey Zottls Treffer zum Endstand in Minute 90.
Achterbahnfahrt
Zudem beflügelt vom Cup-Spektakel gegen Red Bull Salzburg schnupperten die Maxglaner plötzlich neue Höhenluft. Sie nahmen als Tabellenerster den Aufstieg in die 2. Liga ins Visier. Doch der steinige Weg voller Hoffnung sollte am Ende mit einer riesengroßen Enttäuschung enden. Denn Ende Mai gab es auch in der „dritten Instanz“, vom Ständigen Neutralen Schiedsgericht, keine Zulassung für die zweithöchste Spielklasse des Landes.
Torhüter
Manuel Kalman (29 Einsätze), Edin Omerovic (2), Moritz Hutt (1).
Feldspieler
Alexander Schwaighofer, Marinko Sorda (je 30), Matthias Theiner (29), Lukas Alterdinger, Gavrilo Fonjga (je 28), Stephan Dorfmayr, Nico Schiedermeier, Rene Zia, Joey Zottl (je 27), Yannic Fötschl, Luka-Nils Sandmayr, Aaron Boold Volkert (je 26), Mathias Hausberger (22), Florian Wiedl (17), Florent Berisha (13), Christoph Bann (9), Fabio Trkulja (8), Timo Kulterer (7), Kaan Coskun (5), Kristofers Jamonts, Erwin Turudic, Sebastian Voglmaier (je 1), Luca Schmitzberger (-).
Trainer
Christian Schaider
Diesen Tiefschlag steckte die Truppe von Trainer Christian Schaider aber bestens weg. Am Ende fuhren sie souverän den Titel in der Westliga ein. Das imponierte auch Obmann David Rettenbacher. Obwohl Salzburgs neue Könige am Ende ohne ihre Krönung blieben: „Der Druck bei der Austria ist immer hoch, in der vergangenen Saison sicher besonders. Die Jungs haben immer top abgeliefert. Das ringt mir großen Respekt ab.“
Respekt, den die Austria auch ihrem langjährigen Wegbegleiter Ernst Gold erwies. Der Mitbegründer des „1972er“-Fanklubs verstarb nach schwerer Krankheit und feuert die Violetten nun vom Himmel aus an.
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