Do, 20. September 2018

Alles dicht machen

02.11.2012 11:21

Schluss mit ungesunder Zugluft im eigenen Zuhause

Einen Vorgeschmack auf kalte und windige Wintertage haben wir dieses Jahr schon frühzeitig erhalten. Nicht so schlimm, wenn man sich in der gemütlichen warmen Stube so richtig aufwärmen kann. Unangenehm und mitunter sogar ungesund wird es allerdings dann, wenn sich die eisige Kälte durch undichte Fenster- und Türritzen Eintritt verschafft.

Störende Zugluft sorgt selbst an heißen Sommertagen immer wieder zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen: Von schmerzhaften Muskelverspannungen über Erkältungen bis hin zu Bindehautentzündungen können die Folgen reichen.

Im Winter weist Zugluft gleich mehrere unangenehme Begleiterscheinungen auf. So schlägt sich der ständige, kalte Luftzug nicht nur auf Muskeln und Gelenke, sondern führt auch dazu, dass man sich eigentlich gar nicht rundum wohl in den eigenen vier Wänden fühlt.

Zusätzlich machen sich auch deutlich erhöhte Energiekosten bei der Haushaltskasse unangenehm bemerkbar. Denn da, wo kalte Luft hereinströmt, fließt auch teuer erwärmte Heizluft ungenützt ins Freie.

Und nicht zuletzt kann ständiger Zug in der kalten Jahreszeit auch so manchen Zimmerpflanzen ganz gehörig zusetzen.

Alles also gute Gründe, um diesen Herbst und Winter endgültig Schluss mit unangenehmen Dauerzug zu machen!

Den undichten Stellen auf der Spur
Eine der ersten wichtigen Maßnahmen liegt im gründlichen Durchchecken von Haus und Wohnung auf undichte Stellen. In erster Linie sind es hier vor allem in die Jahre gekommene oder nicht fachmännisch abgedichtete Fenster und Türen, die nicht mehr richtig schließen. Besonders Holztüren oder Holzrahmen von Fenstern verziehen sich im Lauf der Jahre.

Übrigens: Nicht immer muss die Zugluft von außen stammen. Sind z.B. die Türen innerhalb des Wohnraumes zwischen Räumen mit unterschiedlicher Temperatur offen oder befindet sich die Heizung nicht an der kältesten Stelle des Raumes (üblicherweise unter dem Fenster), können durch diese Temperaturdifferenzen Luftturbulenzen, also ein sogenannter hausgemachter Zug, entstehen.

Auf Nummer sicher geht man beim Check mit dem Kerzentest. Dazu stellt man eine brennende Kerze auf (auch ein Räucherkegel leistet hier gute Dienste!) und beobachtet die Zugrichtung der Flamme – derart kann man sich sehr gut störenden Zugluftquellen nähern. Bei Fenstern und Türen kann man mit brennender Kerze oder Feuerzeug ebenfalls die Dichtheit prüfen, indem man in einigen Zentimetern Abstand vor dem Rahmen prüft, ob sich die Flamme verzieht – oder eben nicht.

Türen wieder dicht machen
Viele ältere Türen schließen im Lauf der Zeit nicht mehr richtig. Häufig lässt sich dies durch das Einstellen der Türbänder, in einigen Fällen sogar schon durch Neujustierung der Scharniere, wieder beheben.

Praktisch sind auch selbstklebende Dichtungsbänder, die vor allem bei stark verzogenen Holztüren ohne großen Aufwand sehr wirkungsvoll die kalte Zugluft stoppen.

Tipps: Dichtungsbänder aus Schaumstoff sind bereits sehr preiswert zu bekommen. Ein wenig teurer, dafür aber witterungsbeständiger und damit um einiges länger haltbar sind Profildichtungen aus Gummi. Je nach Breite des abzudichtenden Spaltes gibt es verschiedene Profile. Das Abdichten sollte rechtzeitig vor Einbruch des Frostes erfolgen, da die meisten Bänder nur bei Temperaturen bis fünf Grad plus verarbeitet werden sollten.

Als mühsam kann sich das Abdichten des Spaltes zwischen Tür und (unebenem) Boden erweisen. Hier gleichen spezielle Bürstendichtungen Unebenheiten im Boden gut aus.

Stopp der Zugluft bei Fenstern
Ehe man bei Fenstern gleich zu Dichtungsbändern und Co greift, empfehlen Fenster-Profis zunächst einmal zu prüfen, ob es nicht an einem verzogenen Rahmen liegen kann, wenn Fenster nicht mehr richtig schließen. Wenn ja, so reicht es oft schon aus, die Beschläge zu ölen und etwas nachzujustieren.

Achtung: Verzogene Fenster in Althäusern am besten vom Tischler nachjustieren lassen!

Sowohl Holz- als auch Metallfenster können in der Regel problemlos mit den handelsüblichen Dichtungen – Schaumstoff oder Gummi – nachgedichtet werden.

Tipp: Zur Ermittlung der notwendigen Stärke der Dichtung (und damit des benötigten Dichtungsprofils) probeweise ein Stück weicheres Kartonpapier, Filzstoff, Schaumstoff oder Knetmasse zwischen Rahmen und Fensterflügel klemmen.

Achtung: Viele Kunststofffenster haben bereits vorgefertigte Gummidichtungen, die nicht überklebt werden dürfen!

Vor dem Abdichten sollten die Beschläge geölt und die betroffenen Flächen sehr gründlich gereinigt werden. Genaues Abmessen und exaktes Anbringen der Bänder sind Voraussetzungen für gute Dichtungsergebnisse.

Vorhang und Zugluftstopper
Undichten Türen- und Fensterritzen kann man im Notfall auch mit einem schwereren Vorhang oder sogenannte Zugluftstoppern zu Leibe rücken. Der Vorhang muss allerdings dann auch tatsächlich am Boden bzw. auf der Fensterbank aufliegen. Tagsüber bringt die Vorhanglösung, besonders bei Fenstern, leider nicht viel.

Zugluftstopper gibt es mittlerweile in vielen Formen und Designs – am beliebtesten sind die lustigen Tierformen. Der Nachteil liegt meist darin, dass sie beim Öffnen und Schließen der Türen und Fenster immer wieder einmal eingequetscht werden. Und vor allem bei Türen können sie sich auch als Stolperfallen erweisen.

Tipp: Im Dekotrend liegt es heuer, solche Zugluftstopper selbst anzufertigen – sei es aus alten Schals oder selbst gestrickten Schlauchhüllen. Gefüllt werden sie z.B. mit alten Nylonstrümpfen und Resten aus warmen Stoffen.

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