In einem fiktiven Szenario probten zahlreiche Einsatzkräfte und Behörden den Umgang zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche (MKS). Koordination aller Beteiligten im Fokus.
„40 Rinder eines Tiroler Betriebes haben sich mit der hochansteckenden Maul- und Klauenseuche (MKS) infiziert. Eine weitere Ausbreitung des Virus ist nicht auszuschließen“ – So lautete das Szenario der Landesübung Picorna.24. Neben dem fiktiven Übungsteil wurden auch praktische Einheiten auf Herz und Nieren getestet. So wurden in einer Tier-Notversorgungsstelle des Landes im Unterland auch Proben von Tieren genommen und Dekontaminierungen durchgeführt.
Neben der Landeseinsatzleitung, der Bezirkshauptmannschaft Kufstein und der Gemeinde Angath nahmen auch das Gesundheitsministerium, die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit AGES, das Land Salzburg, Vertreter aus Deutschland und die Einsatzorganisationen der Picorna.24 teil. Zwar sei MKS für Menschen nicht gefährlich, dennoch könne die Virusinfektion großes Tierleid verursachen, wie LHStv Josef Geisler erklärt: „Daher ist es wichtig, dass regelmäßig Übungen abgehalten werden.“
Das Virus kann auch im trockenen Staub überleben. Das bedeutet, wenn ein infiziertes Tier etwa in einem Lkw transportiert wird, können sich auch noch Tage später Tiere anstecken.
Matthias Vill, Landesveterinärdirektion
Reale Übungseinheiten bei theoretischem Szenario
Der Fokus der Übung lag vor allem in der Koordinierung aller Beteiligten. „Das Szenario der Übung sah vor, dass auch Tierbestände in Salzburg bzw. Bayern von MKS betroffen waren. Daher galt es auch, länderübergreifend zusammenzuarbeiten und Maßnahmen abzustimmen“, schildert Elmar Rizzoli, Leiter des Tiroler Zentrums für Krisen- und Katastrophenmanagement.
Neben dem Einsatz in Ställen wurden auch Fahrzeuge kontaminiert. „Das Virus kann auch im trockenen Staub überleben. Das bedeutet, wenn ein infiziertes Tier etwa in einem Lkw transportiert wird, können sich auch noch Tage später Tiere anstecken“, sagt Matthias Vill von der Landesveterinärdirektion.
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