Warum Feuerwehrleute aus dem Bezirk Lilienfeld eine tiefe Freundschaft mit Kameraden aus Südamerika verbindet. Nun kamen beide Truppen im St. Pöltner Landhaus zusammen.
Es begann mit einem Urlaub: Bei einer Privatreise durch Paraguay lernte FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker, Mitglied der Feuerwehr Kaumberg, couragierte Florianis in der 21.000-Einwohner-Stadt Emboscada kennen. Gemeinsam mit seinen Kameradinnen und Kameraden war bald danach klar: „Hier wollen wir helfen.“ Unter Leitung von Kommandant Anton Weiss, der auch dem Bezirk Lilienfeld vorsteht, spendeten die Mitglieder Einsatzstiefel, Uniformen und sogar ein hydraulisches Rettungsgerät.
Im Hochseecontainer ging die wichtige Fracht in das südamerikanische Land. Und wurde natürlich sofort eingesetzt. „Es wurden damit bereits Leben gerettet“, heißt es aus Paraguay. Verwendet wird das Gerät aus Niederösterreich auch auf einer hochfrequentierten Straße, auf der riesige Sojatransporter rollen.
„Bomberos“ kamen nach Lilienfeld
Im vergangenen Jahr besuchte dann eine Abordnung aus Kaumberg die „Bomberos“ in Emboscada. „Es war dort eine Schulung angesetzt. Auch Mitglieder von anderen Feuerwehren aus der Region waren plötzlich da und wollten mit und von uns lernen“, wird berichtet. Bis Montag findet nun der Gegenbesuch statt: Stadtrat Francisco Cuevas, Feuerwehr-Präsidentin Leonida Solabarrieta und Kommandant Julio Bobadilla besuchten mit Feuerwehrfrauen und -männern aus Emboscada das weite Land.
Ausflug ins Landhaus als Höhepunkt
Nach einem ausführlichen Einsatztraining in Kaumberg und Touren durch Niederösterreich und Wien – unter anderem in die Feuerwehrschule Tulln und ins Parlament – begrüßte Landesvize Udo Landbauer die Abordnung aus Lateinamerika und Florianis aus Kaumberg im NÖ-Landhaus in St. Pölten. „Ihr seid ein Vorbild für Zusammenarbeit, Kameradschaft und gemeinsame Ausbildung“, lobte er. Auch Feuerwehr-Landeskommandant Dietmar Fahrafellner zollte der internationalen Kooperation Respekt und meinte: „Wir sind eine Feuerwehr-Familie.“
Christian Hafenecker zu den nächsten Zielen: „Wir wollen weiter im Ausrüstungssektor helfen. Ideal wäre es, wenn wir ein funktionsfähiges Feuerwehrfahrzeug nach Emboscada liefern können.“ Eine Spendenaktion dazu läuft.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.