Der Baierdorfer Motocrosser Michael Kratzer führt aktuell die Wertung in der österreichischen Staatsmeisterschaft an. Behält er seine Konstanz, ist der nächste Titel möglich. Die aktuell längere Pause tut seinem Körper gut. Denn der Sport ist mit den Jahren deutlich anstrengender geworden.
„Früher hab ich das gar nicht so wahrgenommen, aber das Alter merke ich schon etwas. Ich spüre meinen Körper ordentlich in den Tagen nach Rennen“, lacht Motocrosser Michi Kratzer. Doch dafür sorgt nicht nur das Alter beim 30-Jährigen. „Das Tempo hat sich gegen früher noch einmal gesteigert, das Material ist noch ausgereizter und auch die Strecken werden immer extremer ausgefahren. Das spielt da natürlich alles mit.“
Bisher schien das alles den Baierdorfer nicht wirklich zu stören: Nach drei Renntagen und sechs Läufen liegt Kratzer in der Gesamtwertung der „MX Open“-Klasse in Führung, hat mit 132 Punkten sechs Vorsprung auf die Verfolger. „Die Konkurrenz ist aber stärker als bei meinem letzten Titel 2022. Wir sind sechs Fahrer, die sich den Titel heuer holen können.“
Weiter geht es in der Meisterschaft erst am 23. Juni in Tirol. Bedeutet eine doch recht lange Pause. Die Kratzer aber wenig ausmacht. „Ich finde die Änderung gegenüber den letzten Jahren angenehmer. Es ist stressfreier, es geht nicht mehr Schlag auf Schlag zur Sache. Unsere Rennen sind besser aufgeteilt und den Fahrern bleibt deutlich mehr Zeit zur Regeneration.“
Keine große Pause
Die Füße hochlegen wird der mehrfache Staatsmeister trotzdem nicht in den kommenden Wochen. Ganz im Gegenteil! In der nächsten Woche steht er bei einem Rennen in Tschechien am Start, Mitte Juni dann bei einem Prestige-Event in Schwanenstadt.
Der Trumpf des Steirers ist bisher eindeutig die Konstanz. In fünf von sechs Rennläufen stand er am Podest, dieses eine Mal wurde er immerhin Vierter. Am Wochenende in Imbach wurde er Zweiter und Dritter. Und an jedem Rennort holte er sich ein Tagespodest. „In diesem Jahr ist es wirklich wichtig, nicht auszulassen und jeden Punkt für die Wertung mitzunehmen. Dass es so gut läuft, hab ich ehrlich gesagt nicht erwartet.“
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