Triathlet Weiss

„Ich war immer der Esel, der mitgezogen hat“

Niederösterreich
28.04.2024 09:00

Neun Ironman hat er schon gewonnen. Damit ist er Österreichs erfolgreichster Triathlet. Doch über die Windschattenfahrer ärgert sich der Ex-Mountainbiker noch immer. Ein neues elektronisches System soll das bei großen Rennen jetzt ändern. Beim Challenge Triathlon in St. Pölten am 26. Mai kommt es auch zum Einsatz. Nicht nur deshalb ist Weiss Favorit.

Mit der Kick-off-Radausfahrt wird der Countdown für den Challenge Triathlon St. Pölten am Sonntag gestartet. Mit Ausnahme der Autobahn wird die originale Rennstrecke gefahren. Auf dieser ist beim Rennen am 26. Mai Michi Weiss der Topfavorit, der 2018 schon in der Landeshauptstadt gewann...

...und heuer hochmotiviert für den zweiten Heimsieg auf der Halbdistanz ist: „Letztes Jahr hatte ich kurz vor St. Pölten zwei lange Ironman bestritten“, verrät der Gumpoldskirchner, „heuer spricht alles für St. Pölten, da gehe ich frisch ins Rennen.“ Allerdings nicht ohne Vorbereitung: Nächsten Samstag startet Österreichs erfolgreichster Triathlet über die Halbdistanz in Utah, wo der mittlerweile 43-Jährige 2010 den ersten seiner neun Langdistanz-Ironman gewonnen hat. „Dort geht es um Punkte für die Pro-Serie.“

Der traditionelle Start in St. Pölten mit dem Sprung in den Viehofner See.
Der traditionelle Start in St. Pölten mit dem Sprung in den Viehofner See.(Bild: JOSEF SALOMON)

Dabei wird der 43-Jährige auch Erstkontakt mit einem neuen System bekommen: Race Ranger. Dieses soll elektronisch die Einhaltung des 20-Meter-Abstands beim Radfahren messen und mittels Blinklichtern für Athleten wie Kampfrichter anzeigen. Bei allen großen Rennen ist das nun Standard, so auch in St. Pölten. „Dann ist die Diskussion um Windschatten vorbei“, nickt Veranstalter Christoph Schwarz. Ex-Mountainbiker Weiss hofft endlich auf faire Rennen: „Als schlechterer Schwimmer muss ich immer vorfahren. Dann war ich immer der Esel, der andere mitgezogen hat“, so Weiss.

„Beim Windschatten reden wir von 20 bis 30 Prozent Leistungssteigerung.“ Seine Leistung wird durch die Motivation gesteigert, dass auch der Staatsmeistertitel winkt. Den jagt nicht nur Michi: Schon nach den bisherigen Anmeldungen steht fest, dass St. Pölten das bisher größte Starterfeld aller bisherigen Meisterschaften hat.

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