Neuer Lifestyle: Deutlicher Anstieg der Nächtigungszahlen bei Camping – die Branche freut sich über ein Rekordergebnis in den vergangenen 30 Jahren. Und der positive Trend hält weiter an.
Camping boomt! Mit dem besten Ergebnis in 30 Jahren kann die Branche mehr als zuversichtlich in die Zukunft blicken. Zum Start in die neue Saison – seit Mitte April haben in Niederösterreich vielerorts die Campingplätze geöffnet – darf man sich über eine Rekordbilanz freuen. Denn rund 55 Betreiber konnten im Vorjahr 293.000 Nächtigungen verbuchen, das entspricht einem bundesweiten Anteil an Nächtigungen von etwa vier Prozent.
Das beste Ergebnis seit 1993: „Damit wurden die Vor-Coronazahlen um 32.000 Übernachtungen oder zwölf Prozent übertroffen“, freut sich Karl-Heinz Kaiser von der Wirtschaftskammer. Der Anstieg sei maßgeblich Gästen aus Österreich (39,5 Prozent) zu verdanken. Neben Deutschen mit plus 4,5 Prozent, verzeichnen laut dem Branchensprecher Urlauber aus Tschechien, der Slowakei, Polen, Ungarn und Slowenien gemeinsam einen Anstieg von 25 Prozent.
Die Politik ist gefragt, gemeinsame, leistbare Marketingkampagnen zu planen und umzusetzen. Hier ist vieles noch ungelöst.
Karl-Heinz Kaiser, WKNÖ-Sprecher der Campingplatzbetreiber
Und immer mehr Touristen wollen dem neuen Lifestyle-Trend folgen. Dafür werden immer mehr alltagstaugliche Fahrzeuge, die alles für den Urlaub bieten, sowie Fahrzeuge mit Dachzelten sowie klassische Zelte angeschafft. „Die Ära des einheitlichen Campingtourismus weicht einem wachsenden Bedürfnis nach individuellen und unverwechselbaren Reiseerfahrungen. Neben traditionellen Campingplätzen, die teilweise Glamping bieten, also mit Mietunterkünften ausgestattet sind, haben sich alternative Angebote wie Wohnmobilstellplätze sowie naturnahe Plätze etabliert, die immer stärkere Nachfrage verzeichnen“, so Kaiser.
Anliegen für die Zukunft
Trotz Rekordergebnis werden moderne, zeitgemäße Rahmenbedingungen für das Campingwesen in NÖ gefordert: Gleichbehandlung beim Gästemeldewesen samt Nächtigungstaxen, Wettbewerbsfähigkeit und Aufnahme in die Tourismusstrategie des Landes.
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