Chef im Interview

Graz zieht auch als „Zweitstadt“ die Touristen an!

Steiermark
07.03.2024 08:00

Mit dem Frühling blüht auch der Tourismus in Graz wieder auf - nach einem Superjahr 2023 wieder mit besten Aussichten, wie Tourismuschef Dieter Hardt-Stremayr optimistisch prognostiziert. 

Herr Hardt-Stremayr, wie ist Graz ins Jahr gestartet?
Wie immer sind Jänner und Februar nicht so berauschend, was die Urlaubsgäste betrifft. Aber mit dem Frühling geht es wieder los.

Wie wird´s heuer?
Dazu müsste man natürlich eine Kristallkugel haben oder Kaffeesud lesen können. Nein, im Ernst, ich bin, was die Köpfe betrifft, schon sehr optimistisch. Im Vorjahr hatten wir immerhin schon wieder 1,290.000 Nächtigungen. Das ist eigentlich das allerbeste Jahr bisher, noch besser, als das 2019er mit 1,250.000. Niemand hätte damit gerechnet, dass sich die Situation nach Corona so schnell erholt und sogar noch verbessert.

Sie betonen Köpfe so?
Genauso, wie ich nicht über ein Rekordjahr juble. Denn diese Zahlen stimmen zwar und machen optimistisch. Aber das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Umsatz vielfach nicht mithalten kann, die Geschäfte und Lokale teils vor Herausforderungen stehen. Da gibt es viele Baustellen.

Ein gutes Stichwort: Wie sehr stören die Lage, die vielen Aufgrabarbeiten, die Staus die Touristen?
Nicht so sehr wie uns selbst, in Befragungen wird das nie zu einem Thema. Freilich ist es ein Unterschied, ob man die Baustellen täglich vor der Haustür hat und sie im Stau umfahren muss. Oder ob man sie für vier Tage hat, an denen man ohnehin entspannt und im Urlaub ist.

Tut sich in der Beherbergungsszene etwas? Kommt heuer der schon lange besprochene Campingplatz?
Nein, der lässt noch auf sich warten. Bei Hotels gibt es eine Neu- sowie mit dem ehemaligen Roomz bei der Messe als  „Plaza Inn“ eine Wiedereröffnung.

Was tut sich in Graz an Neuerungen?
Wenn Sie Veranstaltungen meinen, außer der heuer wieder stattfindenden Langen Tafel der Genusshauptstadt und dem Aufsteirern nichts Sensationelles, auch kein neues Großereignis. Und ich sage das durchaus nicht verschämt oder so. Graz punktet mit dem, was es zu etwas Besonderem macht: dem Ambiente, der Altstadt, der Kultur, Kulinarik. Einfach Graz.

In Österreich gibt es ja viele tolle Städte, warum fällt die Wahl auf Graz. . ?
Auch weil Graz das Potenzial als „Second City“ hat! Das heißt: Viele Touristen haben die Metropolen wie Wien und Salzburg bereits besucht und wollen jetzt noch eine „Zweitstadt“ in Österreich sehen. Und sie kommen wieder - denn unsere Empfehlungs- bzw. Wiederbesuchsrate liegt bei 98 Prozent!

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