In Sankt Marein ließ ein 61-jähriger Murtaler seit Jahren Abwurfstangen aus einem Wildfütterungsbereich mitgehen. Ein Jäger ertappte ihn auf frischer Tat und wurde daraufhin von dem Verdächtigen attackiert.
In einem Forstgebiet in Wasserleith erwischte ein Jäger am Mittwochvormittag einen 61-jährigen Wiederholungstäter dabei, wie er sich selbst an Geweihen aus einem Wildfütterungsbereich bediente. Der Mann war mit einer Sturmhaube ausgestattet, um nicht erkannt zu werden, und trug bereits zwei Abwurfstangen bei sich. Die Jägerschaft war längst alarmiert, da der Dieb in den vergangenen fünf Jahren mehrmals zugeschlagen hatte.
Der Jäger wies sich als Aufsichtsorgan des Forstgebiets aus. Daraufhin versuchte der Murtaler zu flüchten. Als das nicht gelang, verlor er die Nerven und versuchte den Waidmann über eine steile Böschung zu stoßen. Dieser wehrte sich erfolgreich und schaffte es den Dieb zu fixieren und gleichzeitig die Polizei zu verständigen.
Verkauf von Geweihen aufgrund von finanziellen Nöten
Der Steirer ist laut Polizei teilweise geständig. Er gab an, dass er durch massive Geldsorgen auf die Idee kam, die Geweihe aus dem Rotwildgehege mitgehen zu lassen, um sie dann zu verkaufen. Es entstand dadurch ein Schaden von insgesamt zehntausend Euro. Der Verdächtige wurde in die Justizanstalt Leoben eingeliefert. An dessen Wohnort wurden insgesamt 19 Abwurfstangen sichergestellt.
Mutiger Waidmann erlitt leichte Verletzungen
Der Jäger wurde bei der brutalen Auseinandersetzung mit dem Dieb leicht verletzt und musste im LKH Knittelfeld ambulant behandelt werden. Der Verdächtige wies die Anschuldigungen, er habe den Waidmann tätlich angegriffen, von sich.
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