Sara de Blue ist ein (auch mediales) Phänomen: Vom Gesangsstudium zu Casting Shows, von Olympia-Auftritten zum TV und auch in Jazzclubs hat ihre elegante Stimme die Tirolerin schon getragen. Nun gastierte sie im Grazer Tubes mit dem Paolo Vicari Quartett .
Das gemeinsam mit Schlagzeuger Paolo Vicari gegründete Quartett bietet den verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten der Sängerin viel Platz: Anpassungsfähig, andeutungsreich und mit viel Pop-Appeal führt Sara de Blue im Tubes durch einen Abend, der recht unverfänglich viele Stile mischt.
Wohlfühlstimme
Die Musik des 2020 verstorbenen Pianisten McCoy Tyner ist dabei ein Fixpunkt, von dem sich de Blue in warme Jazzstandards mit entsprechendem Voicing oder schmeichelnd pop-lastige Balladen begibt. Die flüchtig-feine, ohrgefällige Stimmzeichnung der Sängerin mit ihren mystisch-sinnlichen Auszierungen fühlt sich dabei überall wohl.
Spannende Band
Am spannendsten wird es, wenn auch die Band die Regler aufdreht. Vicari legt am Schlagzeug, wenn er darf, ein spektakuläres Feuerwerk aus druckvoller Phrasierung mit eruptiven Spitzen vor. Am Klavier entwickelt Marko Črnčeć aus sprudelnden Läufen luftige Schaumgebilde. Und auch Bassist Thomas Wilding zeigt, neben der Begleitarbeit, immer wieder eine rhetorisch durchdrungene Tonfülle. Ein zart prickelnder Gesamtklang ist das, ein Blau in vielen Farben.
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